Archiv: 2008

Pleasure Unit Singwitz 2008

Sonntag, 21. Dezember 2008 13:59 Uhr
Beitrag in Partyreview von Daniel 852

Lang ist’s her, dass ich mal zu einer Intensiv’schen Fete in Singwitz war. Bus-Shuttle gibt’s keinen mehr, anstehen war trotzdem. Und wieder dieser fiese Strahler. Drinnen aufgeräumt. In der Lounge Alles Trick Alec Trique (1. Foto) mit teilweise flotteren Beats, als im Main. Schön jazzy, groovy, funky – Spielzeugmusik eben vom neuen Loungekönig. War schick.

Aber dann schnell ab ins Wichtige. Den Keller. Schon beim Betreten die Erkenntnis, dass das plakative «Respect The Rauchverbot» wie immer ignoriert wurde. In den Keller ging man, um zu Rauchen. Überall glomm es. Nebel war kaum nötig.

Anfang machte Evok. Nunja, nicht Fisch und nicht Fleisch, sehr müde und auch für ein WarmUp-Set zu lahm und beliebig. Da kennt man Besseres von ihm. DJ-Wechsel: SBI mit einigen an Überraschungen. Viele alte Sachen oder Mixen davon, American House aus den 90ern und dann wieder mal «Techno mit Singen». Sehr durchwachsen, aber ein gute Spannungskurve zum freudig erwarteten Live-Act.

NdK (2. Foto) stand auf dem Programm. Seine dreieinhalb Geräte sahen zwar sehr arm aus, aber es zählt, was rauskommt und das war Bombe. Nach einer kurzen Aufwärmphase kam der Gute in Schwung und legte ein LIVE-Spektakel vor, an dem nicht nur die Tänzer ihre wahre Freude hatten. Mit Zugnotbremse ziehender Geste ein jauchzender Tänzer neben dem anderen. (…und die Hände, in die Höhe, lasst uns fröhlich sein…). Seinen Tremolo-Effekt (sagt man so?) liebte NdK abgöttisch und wusste ihn zielsicher zum Anheizen des dick gefüllten Kellers zu nutzen. Sehr dynamisch. Dazu kurze knackige Samples von 90s-Dance-Klassikern, abwechslungsreiche Bässe und Basslines und keine Wiederholungen.

Logisch, dass er überzog und Wolle XDP (3. Foto) eine halbe Stunde später begann. Tekknozid dürfte den Älteren noch ein Begriff sein, die Jüngeren kamen wegen dem Tresor hinter dem Namen. Enttäuscht wurden beide Lager nicht. Straightes Mixing und gekonnter Einsatz von Effekten zeigen: hier steht ein DJ der alten Schule.

Wie immer zur Weihnachtszeit ein schnieker Jahresausklang von den Intensiven; unten.

>>> intensivcrew.de


2 Jahre Insomnia-Mag

Sonntag, 21. Dezember 2008 12:02 Uhr
Beitrag in Partynews von Daniel 93

Am 3. Januar 2009 steigt in der Bautzener Krone eine der ersten großen Partys des Jahres. Das Insomniamag feiert sein Zweijähriges auf drei Floors. House, Electronica und Disco/Querbeet mit zehn DJs. Hier noch schnell das Line-Up.

Mainfloor:
– Denis Naidanow (Sureplayer Rec. / Kontor Rec. / Berlin)
– Monoluxx aka Tom Cyber & Hendrik Zoe (interklang artists)
– Coline (RobotRanchRecord/HarryKleinNet/MIR)
– Clitclutcher (tinitus AG)
– D.I.C (Vegastars)

Pure House Floor:
– Reydan (ae-pool / Golden Cat)
– Jason Amador (Vegastars)
– Ztep (Terminal1)

>>> insomnia-mag.com


Speedy J «Edlx Tool»

Donnerstag, 18. Dezember 2008 12:18 Uhr
Beitrag in Tonträger von Daniel 258

Speedy J ist ohn Frage Technogeschichte. Nicht nur seine Ravehymne «Pull Over» dürfte jedem ein Begriff sein, es ist auch seine progressive Anpassung; er schwimmt mit dem Strom, ohne sich ganz von ihm mitreißen zu lassen. Mal knüttelnde Elektronik, dann wieder Bolztechno und jetzt auf CLR zwei schöne Tech-Tools.

Original und der Chris-Liebing-Mix unterscheiden sich nicht großartig, beinhalten sie doch beide das Haupthema: ein im Rhythmus pochender Tom. Dazwischen ein Break und weiter geht’s. Keine Neuerfindung, auch nichts Aufregendes, aber grooviger nicht allzu schneller Kellertechno, der für den Moment gemacht ist, nicht für die Ewigkeit.

>>> cl-rec.com


Eltron, Ronald Christoph, Jake The Rapper „Good To Know“

Donnerstag, 18. Dezember 2008 12:06 Uhr
Beitrag in Tonträger von Daniel 245

Jetzt endlich mal Zeit gefunden und die Platte aus dem Koffer gegraben, die der Eltron mir mal im Oktober stolz überreicht hatte. «Good To Know» heißt sie und ist in Zusammenarbeit mit Ronald Christoph und Jake The Rapper entstanden.

Der auf dem Berliner Label Lebensfreude Records erschienene Dreitracker ist eine schicke runde Veröffentlichung und bringt die drei unterschiedlichen Charaktere überraschend gut unter eine Kappe. Das Original tönt sehr retro, 90s-lastig und klingt nach einer alten Antrax-Veröffentlichung, nicht nur der Stabs, sondern auch der rhythmischen Bassline wegen. Unaufgeregt bleibt auch Jake The Rapper im Hintergrund, lässt sich hier und da zum SingSang hinreißen, aber so richtig passt es nicht; da ist er Solo besser.

Der Kotelett & Zadak Remix schnipselt sich nur ein wenig Jake The Rapper in Arrangement hinein, die Stabs sind gedämpfter und der Rhythmus moderner und grooviger, ist aber mangels Tiefe und Abwechslung eher Tool als Track.

Tool ist auch «Rollin‘ Robots», aber weitaus knackiger und reiner. Die einzelnen Beats sind klar definiert und schon der Hat beinhaltet eine tanzgewaltige Wucht. Das überspielt die simple Takt-Bassline und die einzelnen strange hin- und hergeswitchten Chords sorgen für den Rest an funktioneller Dynamik. Volltreffer.

>>> lebensfreuderecords.net


Kalkbrenner zum Electric Castle

Sonntag, 14. Dezember 2008 09:37 Uhr
Beitrag in Partynews von David 152

Das Schloss Nickern in Dresden wird bereits zum vierten Mal Zenit von Techno- und Housefreunden. Denn am 20. Dezember laden die Leute von K-Events wieder zum «Electric Castle». Nach der furiosen Rush-Party im Frühjahr sind es nun Fritz Kalkbrenner und DJ Tomcraft, die hinter den Plattentellern stehen werden.

Ersterer veröffentlichte kürzlich zusammen mit seinem Bruder Paul Kalkbrenner den Soundtrack „Sky and Sand“ zu „Berlin Calling“, dem neuen Szene-Kino-Film. Er bezeichnet sich als „Musikjunkie“ und hängt gerne täglich mit seinem Bruder Paul im Studio ab.

Ihm zur Seite steht Tomcraft, der einer der erfolgreichsten Electro/Techno-Produzenten Deutschlands ist und mit Hits wie «Overdose» und «Loneliness» große Erfolge ferierte. Logisch, dass auch die lokalen Acts nicht fehlen dürfen: Lasix, Sixten Vait, Jekyll & Hyde, NDK, Pfadpfinder und andere sind auf drei Floors zugegen und werden in schicker Clubdeko der Berliner «Tulip Enterprises»-Crew die Crowd rocken.

>>> e-castle.de


Richard Bartz „Subway 2“

Donnerstag, 11. Dezember 2008 14:02 Uhr
Beitrag in Tonträger von Daniel 180

Gute zehn Jahre nach seinem «Subway»-Release hat Herr Bartz sie noch pünktlich vor Weihnachten im Gepäck: Die Subway Nummer 2. Und wieder übertrifft der gute Mann sich selbst, denn auf der Vinyl hat er drei sehr sehr frische Tracks verewigt, denen man sich unter keinen Umständen entziehen sollte und auch nicht kann.

Es würde den Rahmen hier sprengen, «;-)», «All I Need» und «Exodisco» um- oder beschreiben zu wollen. Kein deepes Minimal oder böses funktionieren wollendes Techhouse, sondern ein Kompott aus Sound und Melodien, welches einfach so liebevoll hell strahlt, dass man alles andere erstmal weglegt und dem Arrangement folgt.

«Subway 2» ist jetzt nicht die Musik, die ich persönlich in einem Club zur Peaktime hören möchte. Die will es auch nicht sein, das merkt man einfach. Als purer Hörgenuss jedoch, zur Afterhour, WarmUp oder in der Lounge dürfte dieses Stückchen Vinyl in Kürze zum festen und heiß geliebten Repertoire zählen. Ein Klassiker.

>>> kanzleramt.com


Einmusik mit eigenem Label

Donnerstag, 11. Dezember 2008 13:43 Uhr
Beitrag in News von Daniel 37

Nach Releases auf Italic, Diynamic, Dogtown Rec. sowie Kne‘ Deep Records öffnet der Hamburger Produzent Samuel Kindermann, der vielen eher als Einmusik ein Begriff sein dürfte, sein eigenes Label. Es nennt sich wie er selbst Einmusik und wird vorwiegend Digital-Releases veröffentlichen, wobei Special-Editions bestimmter Tracks auf Vinyl oder Cd angedacht sind. Anfang machen die zwei Techhouse/Minimal-Tracks «Pearls & Shells»

>>> myspace.com/einmusik


Nachtdigital – Early-Bird-Special

Dienstag, 9. Dezember 2008 09:51 Uhr
Beitrag in News von Daniel 50

Jetzt schon an den Sommer denken. Für viele zur Weihnachtszeit undenkbar, aber so wie mancher seinen Urlaub jetzt schon bucht, sind es für einige die Tickets für das zwölfte Nachtdigital (31. Juli bis 02. August 2009), die es zu sichern gilt. Denn die Veranstalter bieten für eine limitierte Auflage von 500 Early-Birds-Festivaltickets einen Frühbucherrabatt. 30 Euro das Ticket und bis Ende März steht die Aktion. Und wenn man bedenkt, dass die 2008er Version ausverkauft war, ist schnelles Handeln angesagt: Der frühe Vogel fängt den Wurm!

>>> nachtdigital.de


9 Jahre Brandenburg Allstars

Sonntag, 7. Dezember 2008 14:25 Uhr
Beitrag in Partynews von Daniel 69

Meine Herren, die Ziet verrennt wie im Fluge. Jetzt stehen auch schon die Brandenburg-Allstars vor dem neunten Geburtstag und dieser wird selbstverständlcih wieder auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Niedergörsdorf betanzt. Am 13. Dezember blitzen zwei Hangargebäude mit Licht und Sound von den Allstars himself: Base, Hartfelder, Deph, Fox, Speiche und einem Überraschungsgast.

Seit Ende der 90er Jahre versucht die Crew mit authentischen Partys, abseits vom Getummel der Großraumdiscos, den ursprünglichen Spirit des Techno zu bewahren und den Feierfreudigen ihre Definition der Elektrokultur nahezubringen. Die 20 DJs der Brandenburg-Allstars gelten als Garant für berauschende Partys mit dem gewissen Etwas.

Exklusiv zum neunten Geburtstag gibt’s für alle Feierwilligen noch ein Myspace Special, womit sich bares Geld am Eintritt sparen lässt. Mitmachen ist ganz einfach: Für das Einstellen des Brandenburg-Allstars-Logos als myspace-Profilbild reduziert sich der Eintrittspreis um drei Euro. Und wer auf seiner MySapce-Seite die Brandenburg Allstars unter die Top-4-Freunde setzt, bekommmt einen schnieken „9Y“-Button.

>>> brb-allstars.de


The Prodigy „Invaders Must Die“

Dienstag, 2. Dezember 2008 15:40 Uhr
Beitrag in Tonträger von Daniel 244

The Prodigy konnte man schon immer als eigene Musikrichtung beschreiben. Prodigy-Sound eben. Jetzt nach einigen Jahren Abstinez, gibt es wieder ein Album von der Truppe, die regelrecht eine Rave-Hymne nach der anderen schrieb.

«Invaders Must Die» ist der Vorbote (der rund eine Woche auf der Web-Seite der Band kostenfrei zum Download angeboten wurde) und nunja, vom Sound ist nicht mehr so viel geblieben. Knarzende fette und bassige Effekte sucht man vergebens; der Track ist eher eine breakige Acid-Electrohouse-Nummer mit sirrender Synthmelodie, die man auch schon mal irgendwo gehört hat.

Zur Mitte zeigen sie sich doch noch. Strange Vocal und Rock/Punk-Anleihen, Prodigy, aber das währt noch nicht mal eine Minute, Dann wird’s doch schnell wieder zu Schabloneware mit erahnbaren Breaks und Cuts. Da gibt’s Electrohouse-Nummern, die sind besser und das ganze Breaks-Imperium um DangerousDrums hat da locker mehr auf dem Kasten.

Kann man nur hoffen, dass das Album besser wird und «Invaders Must Die» nicht der Vorzeigetrack war, denn sonst sehe ich schwarz für die Rave-Combo.