DJ Technic Crashkurs – Teil IV – Tipps & Tricks

Unser letzter Teil des DJ Crash-Kurses ist wieder ein wenig umfangreicher. Ein paar nützliche Tipps und Tricks, um sein Können auszubauen, Wissen zu erweitern und enstpanntere Gigs zu erleben ;-).

VINYLSCHNITT
Ein kleiner Kniff, woran man die Geschwindigkeit direkt vom Vinyl ablesen kann unter der sie abgespielt wird (33 oder 45 Umdrehungen per Minute), ist folgender. Auf eine Vinylseite passen bei einer Geschwindigkeit von 45 rpm (Rounds per Minute) je nach Musikbeschaffenheit ca. 8 Minuten Musik. Bei ruhigeren Stücken mit wenig Elementen mehr, bei voluminösen Songs weniger. Die Spieldauer bei dieser Geschwindigkeit auszudehnen, würde bedeuten, dass die nadelführenden und den Sound beinhaltenden Rillen enger geschnitten werden müssten, was sich negativ auf den Klang der Platte auswirken würde.

Aus diesem Grund werden viele Vinyls (zumeist die B-Seiten) mit einer Geschwindigkeit von 33 rpm geschnitten, um längere oder mehr Stücke auf eine Seite pressen zu können. Die Klangverluste sind zwar minimal, aber dennoch spürbar. 45 rpm Platten klingen immer eine Spur saftiger als 33 rpm Platten, da erstere weiter geschnitten und die Rillen weitläufiger sind, was gerade im Bassbereich und unteren Mittenbereich mehr Dynamik zulässt. Man sollte also nach Möglichkeit lieber die Maxi-Version eines Tracks spielen, anstelle denselben Track vom Album.

Mit dieser Hergehensweise kann man nun die Geschwindigkeit der Platte zu 98% ableiten, ohne sie vorher gehört zu haben. Bei einem Track pro Seite beträgt die Abspielgeschwindigkeit zumeist 45 rpm und bei mehr als einem Track 33 rpm

KENNZEICHNEN DER VINYLPLATTEN
In der Praxis hat sich das
Kennzeichnen von Vinyls sehr bewährt, welches die Handhabung und das schnelle Finden von Tracks während des DJ-Gigs ungemein vereinfachen. Denn unter den tausenden Platten, die ein normal ausgestatteter DJ hat, kann er sich nicht bei allen merken, auf welcher Seite der gesuchte Track ist.

Mit einfachen Klebepunkten kann man auf der Auslaufrille der Platte selbst (geht später auch gut wieder ab) die Seiten mit dem meistgespielten Track erkennbar machen. Verschiedenfarbige Klebepunkte sorgen zudem auch noch für Stilordnung. Wobei die einzelnen Farben zum Beispiel für die diversen Subgenres eines Styles stehen können.

TRANSPORT
Über kurz oder lang stellt sich jedem DJ die Frage, wie er seine Platten transportiert. Genügen zu Beginn noch normale Baumarktkisten, in die haargenau die 12″-Platten reinpassen, wachsen später dann doch die Bedürfnisse nach anderen Transportmöglichkeiten; bequeme und sichere. Ideal sind Cases, die hälftig geteilt sind. So kann man während des Auflegens beide Teile als Plattenkiste verwenden und bequem in seinen Platten blättern. Taschen sind ebenso zu empfehlen, da hier jede Menge Platz für Zubehör dran ist.

Aber egal, ob Ihr Euch für Cases oder Bags entscheidet, achtet unbedingt darauf, dass sie entweder einen angebauten Trolley besitzen bzw. damit nachrüsten lassen. Die Wege von Auto/Bahnhof zum Club sind nur sehr selten bequem zu erreichen und einen Zentnerschweren Koffer zieht man da lieber hinter sich her, als ihn ächzend durch die Kante zu schleppen. Euer Rücken dankt es und man kommt am Pult auch nicht zu abgekämpft an.

PUBLIKUM & STYLE
Überlebenswichtig.
Achtet auf Euren Musikstyle. Erst dadurch macht Ihr Euch einzigartig. Es nützt niemandem etwas, wenn Ihr den Gästen nach dem Mund spielt (es sei denn, Ihr strebt eine Disko-DJ-Karriere an). Die Top Ten kann jeder kaufen. Geschmack nicht. Bleibt Euch selbst treu, auch wenn die Versuchung groß ist. So kann es nicht passieren, dass wenn ein Hype untergeht, Ihr es ihm gleichtut.

Foto: sxc / clix
Autor: Daniel
Das könnte Dich auch interessieren:

89 queries. 0,590 seconds.