Subsonic Park «Echoes From Inside Remixes»

Kennt noch jemand die Debatte Frankurt- vs. Berlin-Sound? Ich glaube das ganze ist immer noch aktuell, wenn auch nicht mehr so vehement kriegerisch. Eher unterschwellig bekommt man mit, wie unterschiedlich sich der elektronische Sound in verschiedenen Teilen Deutschlands entwickelt. Während der südliche Raum sich an dem Minimal-Sound von Berlin (oder umgekehrt) angepasst, Hamburg immer noch seinen kruden Status der funktionelleren Clash-Sachen inne hat und im Osten der härtere Techno mehr denn je gelebt wird, ist es im Westen differenzierter. Köln hat Kompakt. Frankfurt das Cocoon.

In letzterer Stadt sind auch Gabriel Le Mar und Alex Azary aktiv, die beide unter dem Pseudonym Subsonic Park einen ganze eigenen Sound zelebrieren, der unüberhörbar vom Wohnsitz der beiden geprägt ist. Nach Mannheim und sogar bis Köln verschlägt es das Duo, Resident im Cocoon sind sie auch und trotz der Weiterentwicklung, die ihre Sounds (Gabriel Le Mar damals noch solo) durchmachen, ist ein Stil unverkennbar und der ist eng mit Frankfurt verknüpft.

Der neue Frankfurt-Sound ist so wie der alte: weicher, nicht so hartkantig wie in Berlin, eher freundlich und mit mehr Mut zur Melodie, ohne Goa oder Trance zu nahe zu kommen. Die einen bezeichnen es als DeepHouse, andere sagen DubTech. Doch wichtiger als diese Schubladen ist immer noch der Klang und die Funktionalität. Diese sind bei der neuen Remix EP von «Echoes From Inside» wie selbstverständlich vorhanden und geben schon einen kleinen Ausblick auf das, was einem mit dem neuen Album der beiden Mitte Juni erwarten wird.

Wer alte Hardfloor-Releases mochte, wird sich auch bei den Remixen heimisch fühlen. «Code Two» im Brendon Moeller Remix ist eindeutig klassisch deeper Technosound. Die weichen Chords, die gehallten Stabs und Sounds, die säuselnden Hats und der sanft klopfende Bass wirken hypnotisch und unterscheiden sich schon in ihrer Mächtigkeit zu anderen Prdouktionen.

«Find U Tonight» im Aku Aku Mix beginnt ähnlich zeigt jedoch ab Sekunde 40 sein House-Gesicht: deep und sehr klassisch gehalten und mit tricky Beats, die einen etwas an UK- und Garage-Sound denken lassen. Ein Muss.

Der letzte im Bunde ist Quantum Stardub mit seinem Remix von «Zoologic». Der mit knapp elf Minuten längste Titel auf der EP ist allerdings fast schon zu langsam. Er lebt von ruhigen gehallten Chords, die ebenso hypnotisierend entlangschlendern, wie Code Two, aber ohne dessen Eleganz zu erreichen und wird daher schnell langweilig.

>>> myspace.com/subsonicpark


Autor: Daniel
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