Laurent Garnier «Tales of a Kleptomanic»

Wie konzipiert man eigentlich sein Album, wenn man schon eine Legende ist und immer noch Lust zum Produzieren hat? Der mittlerweile schon 43-jährige Garnier hat (nicht erst mit diesem Album) seine Antwort gefunden: Einfach alles drauf was ihm gefällt.

Und so kommt es
zu einer bunten Mischung aus HipHop, Breakbeats, Jazz, House, Drum’n’Bass, Downbeatz und einigem Anderem. Ebenso zahlreich sind die stilistischen Mittel zu denen gegriffen wird, Vocal-Cuts, Hand-Claps, böse Synthie-Linien, Free-Jazz-Elemente, französischer Sprechgesang… Um nur einige zu nennen. Heraus kommt dann ein Album, bei dem jedem etwas, aber keinem alles gefallen wird. Spricht aber durchaus für sich und auch für den Künstler, der da nicht versucht den momentanen oder vermeintlich künftige Zeitgeist zu erhaschen, sondern seine eigenen musikalischen Phantasien umsetzt.

Besonders einen Hinhörer wert
sind: „Freeverse Part 1“ ein erst ruhiger später wütender und aufgewühlter HipHop-Track, die Drum’n’Bass-Bombe „Bourre Pif“ und der gerade noch erträglich quietschende Einsteiger „No Music, No Life“, mit dem so mancher Festival-DJ sein Publikum rocken dürfte.

Eigentlich ein schönes Stück Musik ist auch Gnanmankoudji im Horny Monster Mix, aber mit dunklem Synthie und Jazz-Bläsern erinnert es doch mehr als nötig an Garniers Hymne „The Man With The Red Face“.

Und so ist unterm Strich das rausgekommen, was die Garnier von sich sebst und auch seine Fans von ihm erwartet haben: ein zeitloser Stilgrenzenbruch.


Autor: Robert
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