LLoudd «Superbomb / Never No»

Yes. Superkaufempfehlungen kann man selten so in vollem Vertrauen und besten Gewissens geben. Mit «Supermomb» und «Never No» legen die beiden Stuttgarter Produzenten Vladimir Corbin und Michael Cores zwei anständige Knaller vor. Obwohl. So genau stimmt das ja gar nicht. Die Originaltracks sind noch etwas lahm und unterkühlt. Sie klingen zu isoliert für eine professionelle Produktion und entfalten ihre nicht abzusprechende Wucht und Funktionalität erst auf großen Clubanlagen mit aufgedrehtem Bass und Gain. Ein bisschen mehr Feilen hätte den Tracks gut gestanden.

Die Tracks, die einen dann aber komplett wegpusten, sind die Remixe. Allen voran Marcel knopf, der ja bei Mo’s Ferry schon so einige Bretter im Output hatte, die bei mir immer noch jede Tanzfläche knacken. Diese Platten bekommen jetzt mit seinem Remix von «Never No» Zuwachs. Grundzutaten wie peitschende Hats und wuchtige Claps sorgen bei dem Techhouse-Teil schon für gute Voraussetzungen. Da muss der Rest gar nicht mehr so passen. Tut er aber, obwohl zur Mitte etwas zu viel Sounds, macht die Retro-Acidline, die sich von unten so langsam heranschiebt, dann doch wieder alles wett. Und das in einem so funky Teil von Musik. Passt.

Der Robin Hirte Remix von «Supermomb» lässt erst gar nichts anbrennen. Hier geht von Beginn bis Ende die Post ab. So hartnäckig in Bassline und Hook, dass es auch bei Trance-Freunden ankommen dürfte. Ein energisches Ravetool, was auch Marek Bois nicht unbeeindruckt ließ. Sein Mix hat etwas mehr Understatement, übertreibt es aber nicht und bleibt seinem Style treu: Dicke Bassline und solides Rhythmusgerüst, welches sich elegant in verspielt harmonische Sounds ergießt ohne unbedingt seiner Energie abkömmlich zu werden.


Autor: Daniel
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