Bobina «Again – Remixed»

Während Trance-Musik in Deutschland eher ein Nischendasein fristet, ist der populäre Rave-Sound in den UK ganz vorn positioniert. Dass er sich dort stetig unmerklich weiterentwickelt und trotz gleich bleibender Grundstruktur nicht langweilig geworden ist, zeigen die Veröffentlichungen, die wie aus der Maschinenpistole geschossen tagtäglich den Tonträgermarkt überschwemmen. Ok. Da ist viel Mist dabei, aber die britischen Remixe von Bobinas (ein russischer Trance-DJ und -Produzent) Album «Again» gehören definitiv nicht dazu.

Zugegeben, zwei drei Mixe klingen trotz unterschiedlicher Remixer und Originaltracks nahezu gleich, aber daran will ich mich nicht aufhängen. Vielmehr sind es die anderen der elf Stücke, die nicht nur eingängig produziert sind, sondern fast schon in anderen Sparten wildern. So gut, dass sich andere Produzenten mal schön eine Scheibe abschneiden sollten, so sehr sie auch Trance verachten mögen.

Lässt man mal das Tranceschema außer Acht, welches sich mit aufbauenden Snarebreaks und Hooklines immer widerspiegelt, ist da zum Beispiel der Marcus Schossow Remix von «Go Get Vodka» ein raviger synthsägiger und groovigem Rhythmuspattern versehener Tanzflächenbrenner. Auch der Genix Remix von «The Last He Said» bleibt minimalistisch und groovt trotzdem maximal, woran die xylophonähnliche Schlagmelodie nicht ganz unschuldig sein dürfte. Zu guter Letzt wäre noch «Time & Tide» im Gareth Emery Remix zu erwähnen. Bleibt ruhig und deep, beinahe housig und verzaubert durch seine schicke Melodik.

>>> bobina.info


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Autor: Daniel
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