Alex Carbo & Insect O. „Science Fiction Summer Movie“ – Etui 012

Donnerstag, 26. Juni 2008 21:44 Uhr
Beitrag in Tonträger von Dr. Zoidberg 487

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Schon seit ein paar Tagen steht die neue Etui in den Regalen der Plattenläden und sicher auch schon in dem einen oder anderen Plattenkoffer. Diesmal zeichnen sich Alex Carbo und Insect O. Für die Berillung des Vinyls verantwortlich. Da gibt’s ordentlich Futter für die Tieftöner!

Mit „verschwinden“ hat das erste Stück „disappeared“ nicht viel gemeinsam. Ein treibender Beat macht diesen Track äußerst präsent. Hier rumpelts ordentlich im Gebälk! In diesem Zusammenhang fällt mir wiedermal ein, dass ich meinen Subwoofer befestigen wollte, der sich beim 3. Anhören mal wieder von meinem Schreibtisch verabschiedet hat. Wie bei Alex Carbo (Foto) üblich, kommt der Track auch ohne ein ausschweifendes Thema gut zurecht. Alles erinnert ein bisschen an Endzeitstimmung. Science Fiction eben. Trotzdem entwickelt sich das Ganze während der sechseinhalb Minuten immens, so dass es nicht langweilig oder eintönig klingt.

Auch bei „Jeronimo“ wird wieder ordentlich Luft durch den Tieftöner gedrückt. Er kommt etwas ruhiger, aber nicht weniger treibend daher. Ein recht einfaches, aber doch abwechslungsreiches Thema gibt dem Track einen „fetten Flash“. Ich glaube, so würde man das im Jahre 2147 ausdrücken. Kraftvoll, gut aufeinander abgestimmt, nichts schiebt sich störend in den Vordergrund. Dieses Stück strahlt eine pure Symbiose aller eingeflochtener Parts aus. Zu diesem Track werden sich sicher einige Partygänger in Trance auf der Tanzfläche verlieren.

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Bei „Cats in the Dark“ von Insect O. dauert mir der Einstieg in den Track etwas zu lange, eignet sich damit aber im Club einwandfrei für lange Übergänge. Das Thema hingegen lässt wieder düstere Stimmung aufkommen. Zwar erinnert mich das Ganze eher an einen Ameisenhaufen als an Katzen im Dunkeln, das ist aber auch gut so, denn das Stück geht ordentlich nach voran! Wer will schon schleichende Katzen hören? Auch hier ist die Komposition sehr ausgeglichen, es nervt nichts, alles harmoniert perfekt.

Also zum letzten Stück, „She“. „Aaaaahh, na endlich!“ denke ich mir. Bongos! Schick, endlich mal ein wenig Summerfeeling! Hier geht es etwas ruhiger zur Sache. Richtig romantisch wird es nicht, dieser Endzeittouch bleibt auch hier an der einen oder anderen Stelle hängen, doch es wirkt alles sehr freundlich. Wahrscheinlich der einzige Track auf der Platte, der zum träumen einläd, ohne das der Zuhörer Angst vor Albträumen haben muss.

Nach diesen 6 Minuten ist die Reise entgültig zu Ende. Wem die letzten Scheiben von Etui gefallen haben, der sollte sich diese Pressung nicht entgehen lassen! Stimmig komponierte Tracks, die absolut floortauglich sind, in einer Qualität, wie man sie inzwischen von den Protagonisten gewohnt ist.

Prädikat: Very Schnieke!

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