House Of Summer 2007

Dienstag, 24. Juli 2007 12:41 Uhr
Beitrag in Partyreview von Robert 565

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Das einzige größere Open-Air in der Lausitz, dass sich über Jahre hält und dabei regelmäßig mit anspruchsvoller Musik aufzuwarten weiß, hat seine Existenzberechtigung mal wieder bewiesen. Vor allem weil die vergleichsweise „kleinen“ Floors überzeugten.

Mein House-of-Summer-Erlebnis beginnt am Freitag um 17 Uhr. Ich habe Feierabend und tausche die gesetzte Bürokleidung gegen bequeme Shorts und Badelatschen. Anne wartet schon am Treffpunkt und wir versorgen uns im Kaufland mit flüssiger und fester Nahrung. Weiter geht es nach Hagenwerder. Wir können ans Gelände ran fahren und brauchen daher nicht ewig bis das Zelt steht und der erfrischende Sprung ins kühle Nass erfolgt. Herrlich – auch wenn ich das Wettschwimmen gegen Wossy mit Pauken und Trompeten verliere… Die typische Festivalstimmung stellt sich beim entspannten Abendmahl ein. Wossy beginnt im Loungebereich mit gemütlicher Elektronik. Einfach nur schön, dieser Augenblick, am Zelt sitzend, den Badesee direkt vor einem, entspannte Musik im Ohr. Am Himmel zuckt der erste Blitz. „Ach das braucht noch, bis es da ist“.

Denkste – zwei Minuten später zieht ein übler Sturm auf und kurz darauf schüttet es wie aus Badewannen. Hektik entsteht. Alles wird schnell reingeräumt, die Heringe noch tiefer in die Erde geprügelt, Ein Zelt geben wir auf. Stangen rausgezogen und einen Bierkasten zum Beschweren drauf. Ab in das wetterfeste Lounge-Zelt und dem Wossy zuhören. Dieser war mittlerweile bei Deep-House angekommen und bereitete den Electrostatics (diesmal als DJs) einen flüssigen Einstieg. Diese spielten knackigen Minimal und brachten einige Leute zum Tanzen. Aber ich kann’s in der Lounge einfach nicht mehr hören. Traut euch mal was anderes in der Lounge!

Peppschmier als nächster DJ versuchte mit sommerlichen Elementen in seinen Minimal- bis House-Platten, aber ich konnte zu dieser Musik keinen Zugang finden. Egal – es waren viele nette Leute zum unterhalten und kennen lernen da. Nach Mitternacht wurde dann die House-of-Summer-DVD gezeigt. Ein schöner Doku-Film, der das Festival von 2006 dokumentiert. Sorgt im Winter auf dem heimischen Sofa für großes Festivalbedürfnis – weiß ich aus eigener Erfahrung. Nach dem Film ging es in den Schlafsack.

Samstagmorgen sind wir etwas verbimmelt, beschließen Morgensport zu machen (Federball, Strafliegestütze) und versuchen uns auf Englisch zu unterhalten. Da der Federball über einen brombeerstrauchdurchwachsenen Zaun fliegt, müssen wir einmal um das Gelände laufen, um ihn wieder zu holen. Dabei zeigt sich, dass das Unwetter ganze Arbeit geleistet hat. Das Techno-Zelt liegt komplett darnieder, diverse Pavillons sind umgefallen oder über Zäune geweht worden, Bauzäune liegen herum, die Deko ist zerstört. Hier mussten die Veranstalter und zahlreiche Helfer noch eine Menge Arbeit leisten…

Nach dem Frühstück heißt mein Tagesprogramm eine Stadtführung durch Görlitz mit MoPot, Magnet Club Rockers und Carsten Siegel. Die Jungs sind sehr nett und relaxt – so habe ich Spaß dabei und nicht nur eine Aufgabe zu erfüllen. Da die AOK kurzfristig abgesagt hat, darf ich nachmittags das Fußballturnier auf die Beine stellen. Auch hier die Teilnehmer sehr entspannt und fair. Allen macht es trotz oder wegen der sehr spartanischen Ausrüstung Spaß. Eine ungemähte Wiese, zwei Tore, 6sechsHolzpfähle als Auslinien, zwei Bälle (einer mit Unterschriften der kompletten Nationalmannschaft) und los geht´s.

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