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Herrliche Sommermusik bringt uns Microfons Nr. 9 in die Boxen. Eine Platte wie gemacht für Festivals unter freiem Himmel, Strandbars oder die Heimfahrt längst nach Sonnenaufgang. Obwohl ich die im Pressetext beschriebenen Reggae-Einflüsse nicht gefunden habe, kann ich diese Musik nur empfehlen.

Deep geht sie los, verdammt deep sogar. Voda heißt der erste Track. Zum dunklen Klanggerüst kommt on beat ein kurzer gerade noch nicht nervender Ton hinzu und es entwickelt sich ein zeitgemäßer Track. Spätestens wenn die kurzen, sehr warm klingenden, Flächen auftauchen und gleich wieder aus dem Klangbild verschwinden, ist man begeistert. Der Track hat ausreichend Energie für die Tanzfläche, aber auch ausreichend Atmosphäre für die Strandbar oder zum entspannten Hören daheim. Bei mehrmaligem Hören kommt ein gewisser Ohwurmeffekt auf – und das obwohl das Stück ohne echte Melodie auskommt. Respekt.

Sunce kommt deutlich zackiger daher. Ein minimaler Track der seine Detroiter Einflüsse nicht verbergen will. Es treibt anständig. Sehr funktional angeordnete Strukturen ohne großen Schnickschnack. Der Blick fürs Wesentliche ist dem Produzenten erhalten geblieben. Am richtigen Punkt kommt die Clap, der Bass oder ein dezntes Tongebilde.

Zum Schluss wird es wieder dunkler und tiefer. Immer wieder wird Mare von kurzem Hall unterbrochen und ist dennoch ein wunderbar gleichmäßiges Stück, getragen von einer Stimmung die man schwer einordnen kann und die deshalb fasziniert. Entspannte Musik, die auf eine gewisse Verpeiltheit nicht verzichtet. Und wenn am Anfang noch der tolle Klang des Stückes begeistert, so wird man mit der Zeit einfach zum Mitwippen oder vielmehr Mitfeiern bewegt. Spätestens wenn überraschend zum Ende hin noch eine vom Umfang bescheidene aber sehr klanggewaltige Baseline einsetzt. Einfach tolle Musik!

>>> myspace.com/microfonrecords 


Autor: Robert
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