Interview: Alian Parker (Funky Breaks)

Freitag, 9. Juli 2004 17:20 Uhr
Beitrag in News von Daniel 331

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Funky Breaks – eine Partyreihe, über die schon einige gestolpert sein dürften und deren Besuch sicherlich für die Erweiterung des eigenen (Musik-)Horizontes nahegelegt werden kann. Wir sprachen mit einem der Initiatoren, Alexander Patzig, über das Projekt und was dahinter steckt.
Hallo Alex, Du bist einer der Initiatoren der Funky Breaks Geschichte. Wie kam es zu dem Entschluss wieder Breaks Geschichten im Singwitzer Kesselhaus zu etablieren? Vor zwei drei Jahren hat das ja bei der Intensivcrew nicht ganz geklappt.
Naja, das ist so nicht ganz richtig. Vor zwei drei Jahren waren das eher reine Drum’n Bass, Reggae und Hip Hop Partys im Kesselhaus, die zum damaligen Zeitpunkt allerdings nicht so gut besucht war, trotzdem war eine gewisse Akzeptanz von Seiten der Leute zu erkennen. Der Entschluss eine neue Partyreihe im Kesselhaus zu etablieren, geisterte schon lange in unseren Köpfen herum. Vor ca. zwei bis drei Monaten dann, haben wir uns dazu entschlossen, dieses Konzept umzusetzen, da wir für diese Musik leben und diese Region mal endlich neue Klänge braucht. Vieles ist hier sehr eingefahren und großartige Veränderungen sind kaum abzusehen. Wir versuchen dies mit dieser Partyreihe (Zur Web-Seite: funkybreaks.de) im Rahmen unserer Möglichkeiten zu ändern. Wir das sind der René, Micha und Kai. Ohne deren Hilfe wäre es nicht möglich alles in Griff zu bekommen. Natürlich stehen die anderen Mitglieder der Intensivcrew (zur Web-Seite: intensivcrew.de) auch hinter der Sache. Auf ihre Hilfe kann man sich ebenfalls 100%ig verlassen.

Eure Funky-Breaks-Reihe umfasst ja sämtliche Subgenres wie Drum’n’Bass, Breaks, BigBeat, Electro, die zwar Liebhaber haben, aber nicht für größere Veranstaltungen genügen. Wie seid Ihr bisher mit der Resonanz zufrieden?

Das Spektrum der gebrochenen Beats ist natürlich vielfältig. Auf eine bestimmte Richtung möchten wir uns da nicht festlegen. Wir versuchen jede Party so zu organisieren das für den Großteil immer was dabei ist. Es ist richtig das diese Richtung der Musik eher unbekannt ist und viele DJ’s nur Liebhaberstücke im Koffer haben. Deshalb ist es für uns zur Zeit sehr schwer, gute DJ’s zu bekommen, aber wir sind immer auf der Suche nach guten Plattendrehern. Natürlich wird es am Anfang vorkommen das viele DJ’s auch mal bei zwei oder drei Party hintereinander auflegen, dazu muss allerdings gesagt werden, dass diese ein großes Repertoire an Platten haben und auch verschiedenes spielen können. Die Resonanz auf die letzten beiden Partys war sehr positiv, da wir nicht mit so einer Stimmung bzw. schon mit soviel Leuten gerechnet hatten. Es war einfach überwältigend. Dafür möchten wir auch noch einmal Danke sagen.

Zumeist laufen die FunkyBreaks im regionalen Rahmen ab. Einer Eurer nächsten Gäste ist jedoch der Thomas von Spur 1, der vielen eher als György De Val bekannt sein dürfte. Wirds auch in Zukunft DJs von weiter her geben? Dangerous Drums oder ein paar Leute aus der Sackfabrik?
Aufgrund des finanziellen Rahmen wird dies, besonders in der Anfangszeit, nur begrenzt möglich sein. Sollten sich die Parties auch weiterhin so etablieren wie zur Zeit, ist dies für die Zukunft natürlich angedacht. Auch sind wir der Meinung das nicht ständig große DJ’s geholt werden müssen, da auch Lokals aus unserer Region, immer gute Sets spielen können, wo manch „großer“ DJ’s ins Staunen kommen würde. Der Eintrittspreis liegt bei uns bei zwei Euro wo es natürlich schwer fällt einen Konsens gegenüber „Großer Headliner zu zwei Euro“ zu finden.

Die Partys finden ja am Freitag statt, warum kein Samstag?
Leider ist es ja zur Zeit so, dass es kaum ein Wochenende gibt, an dem Samstag keine Veranstaltung ist. Da wir ja die Musik den Leuten näher bringen wollen, ist der Freitag optimal dafür.

Wie schätzt Du das Potential in der Gegend ein, sind Breaks im Kommen oder werden sie weiterhin eine Subkultur bleiben, die sie jetzt ist?
Ich denke, die Zeit wird zeigen, wie sich die Partyreihe und die Meinung der Leute zu gebrochenen Beats entwickelt. Wie die letzten Partys jedoch schon andeuten, ist Potential zu erkennen. Für eventuelle Prognosen ist es jetzt noch zu früh.

Du legst selbst als Alian Parker Breaks und Oldschool Breakbeat auf. Andererseits sieht man Dich aber auch öfters auf diversen Technofloors spielen. Welchen der beiden Styles bevorzugst Du?
Das ist eine schwierige Frage aber mein Herz gehört beiden Styles. Jeder Style hat seine eigenen Vorzüge und kann dich anders faszinieren.

Welche Residents habt Ihr noch in der FunkyBreaks Reihe?
Einer der ersten Pioniere der gebrochenen Beats ist bei uns anzutreffen. Wossy Project ist schon seit Anfang an dabei und versucht den Leuten die Vorzüge dieser Musik näher zu bringen. Als zweites wäre dann noch Ric Colair (zur Web-Seite: banq.de) – Ric kommt aus der Dresdner Partyszene und unterstützt uns, wo er kann.


Danke Alex, für Deine bereitwilligen Auskünfte. Wir wünschen Dir und Deinem Team viel Erfolg mit Funky Breaks und auf viele offenen Ohren und Geister.

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