Aphrodisiac im Kesselhaus Singwitz

Samstag, 20. März 2004 00:00 Uhr
Beitrag in Partyreview von Clemens 23

So sehr man auch wollte, fliegen musste man können, um durch das Gedrängel im Kesselhaus zu kommen. Schon am Eingang überstapelten sich bunte Gestalten förmlich kopfüber, die in Richtung Housefloor drängten. Die Techno- Liebhaber hatten es besser, sie mussten lediglich 2 Meter bis zu Treppe schaffen, dann waren sie auch schon fast da, „Erdanziehung sei Dank“, wo sie hin wollten. Im Keller war es gemütlich angenehm mild erwärmt und ein tolle Anlage vergnügte das Gehör. Das Licht wieder so konzipiert, dass in der Mitte des Gewölbe das Feierzentrum war, und drumherum statische Lichtkegel die Dunkelheit durchwälzten, und jenseits des Strobos ruhigere Ecken zu erkennen ließen.

Zum WarmUp gleich eine angenehme Überraschung. Newcomer, und heute zum ersten Mal hinter Clubtellern, Mirko B. (2. Foto) überzeugte durch ausgezeichnetes Mixing und musikalisches Taktgefühl. Tribaler Techno, genial verpackt, sendete schon jetzt die Botschaft, dass es nicht ruhig wird die Nacht – Gut vorbereitet schien er, und konnte schon jetzt mit treibenden Klängen einige auf die Tanzreise schicken. Headliner DJoker Daan zur Maintime legte ähnlichen Style auf, und konnte mit Brachialität viele Techn(iker) gut beschäftigen.

Im House verbrachte derjenige, der lange nicht mehr in der Sauna war, (oder um gesehen werden wollte). Erschreckendes Bild, als man nach Mitternacht hinaufging, um mal zu schauen, was die Houser so machen. Ein Halbkreis stehender Körper – Blicke – völlig leere Tanzfläche – immer noch Blicke! – Was war denn hier los??! Wollen die Bautzener Housefeierschweine nicht mehr, oder waren sie überhaupt da?

Zumindest, und glücklicherweise verzog sich das Bild ziemlich schnell, so schnell, dass man von Glück reden konnte, wenn man es vor dem Tanzflächensturm hinausschaffte – unmenschliche Bedingungen herrschten danach – Hitze – Luftfeuchtigkeit von so ca. 200 % – und eine Flächenbesiedlung von 50 Mann pro Quadratmeter.

Lob an Starter Roché, der interessante Elektroplatten drehte, exaktes Mixing und Gefühl für den Beat – fein fein.Am morgen legten die zwei Herren Dusk und Gunjah etwas experimenteller Art im Ping Pong, und so wie es aussah, nahmen sie die wenig Übrig gebliebenen um sie drumherum nicht mehr so wahr – was eine gewisse familiäre Gelassenheit zur Folge hatte, und auch geniale Musik aus den Boxen ejakulieren ließ. DJs, die sich gelassen mit ihrer Musik beschäftigten, und Leute, die das Feiern noch nicht verlernt haben, bravo und klatsch!! – Happy End.

Die Bars waren die ganze Nacht restlos ausgelastet … einmal mehr, einmal weniger. Bei der Masse an Besuchern kein Wunder. Lob an die ausdauernden Barkräfte, die trotz dieses Stresses ein nettes Gesicht aufgelegt haben. Auch an der Kasse agierten kompetente Kräfte und empfingen jeden freundlich als Gast.

Neu war auf alle Fälle, das der House solche Startschwierigkeiten hatte, mal sehen ob sich daraus ein regionaler Trend entwickelt, hoffentlich nicht!

(Kameraspeicherkartenabsturz = wenige Bilder)

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6 Kommentare

  1. Clemens schrieb:

    @Klaus, Sorry wenns dich trifft, jedoch bin ich erst frühestens dreiviertel 1 im House gewesen, weil ich um 00:25 erst da war und erstmal ca. 20 Minuten im Techno verweilt habe. Sorry wahre Worte aus meinem Füller. Also, keine verfälschten Tatsachen – und somit leider wahr. peace@klaus

    Mittwoch, 8. Juli 2009 | 16:11

  2. Klaus schrieb:

    @clemens: Was du hier wieder laberst… Wenn eine Party 23 Uhr startet, dann rockt nirgends auf der Welt und auch nicht in den guten alten Zeiten 1h später der helle Housefloor. Wer da alleine abgeht macht sich doch zum Ei oder is total auf Sendung. Im House geht tanzen erst bei mehreren und die müssen erst einmal eingrooven. Ganz normal und so ging es dann auch gut ab…

    Mittwoch, 8. Juli 2009 | 16:12

  3. Andreas schrieb:

    Sehr schönes Review! Das tritfft es voll und ganz! Leider ist dieser Trend (rumstehen, sehen und gesehen werden) schon eine Weile zu beobachten. Das Publikum ist in letzter Zeit viel breiter geworden. An sich keine schlechte Sache – aber das Flair der Partys vergangener Tage ist nicht mehr zu spüren… schade eigentlich…

    Mittwoch, 8. Juli 2009 | 16:13

  4. F.a.b. schrieb:

    jip, war das erste mal in singwitz und bin schwer begeistert. nette leute, feinste musik und die wartezeiten an den bar´s waren auch ziehmlich kurz (supi). allerdings fand ich´s am anfang auch zu voll und somit hatte ich mich im chill festgesessen da wie clemens schon erwähnte kein durchkommen war. aber in allen volle punktzahl für singwitz!!!

    Mittwoch, 8. Juli 2009 | 16:14

  5. Houzetier schrieb:

    wiedermal n schönes review clemens! was ich leider sagen muss ist, dass sich das phänomen housefloor, welches du grad beschrieben hast, schon zu einem trend entwickelt hat. leider wars im diamonds auch nich anders. ich hoffe, es wird wirklich nich noch schlimmer, denn so macht feiern keinen spaß mehr! eine bitte an viele gäste wäre: kommt wegen der musik, bewegt euch zu dieser oder bleibt der party fern! aber ab um 5 sehr geile party!

    Mittwoch, 8. Juli 2009 | 16:14

  6. Killaart schrieb:

    war ne hammer geniale Party, wie man es von den Intensiven eigentlich gewohnt ist…sagt ja auch der Text, mir pers. warens nur ein bissi zu viel leute!! so far

    Mittwoch, 8. Juli 2009 | 16:14


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