William Orbit «Pieces In A Modern Style 2»

Seit den 2000ern geht es los. In den Schatten großer Künstler stehende Produzenten kommen langsam mit Eigenproduktionen hervor und erhalten dadurch die Credibility, die ihnen zusteht. William Orbit ist einer davon, macht das aber auch schon länger. Also soundschraubender Hintermann von beispielsweise Daft Punk, Depeche Mode oder Prince brachte er nach einigen Instrumental-Alben (das erste „Orbit“ erschien 1987) im Jahr 2000 „pieces in a modern style“ heraus. Auf dem Album morphte Orbit klassische Themen in elektronische Instrumentalsongs. Die Neuversion von Samuel Barbers „Adagio for Strings“ dürfte bei einigen noch hängen geblieben sein. Ferry Corsten und ATB lieferten damals ja noch recht passable Trance-Mixe dazu ab.

Zehn Jahre später nun Teil Zwei im Doppelpack. Zu CD Eins muss man nicht viel sagen. Wer die Original kennt, hört voller Lust den neuen Kompositionen, wer unbefangen ist, freut sich über ganz ordentlich ausproduzierte Chillmusik. Auf Silberling zwei toben sich (die letzten fünf Songs ausgenommen) die Up-Tempo-Tracks aus. Größtenteils Remixe von Orbit selbst aber auch von Ferry Corsten, Timo Maas oder John Digweed. Bei den Namen sieht man schon, wohin der Hase läuft. Maximaler Elektronik-Sound, den man auch blind gehört eindeutig britischen Gefilden zuordnen kann. Insgesamt mit etwas Backgroundwissen ein großartiges Album, ohne diesen Hintergrund aber nichts unbedingt Neues.

[xrr rating=4/5]

Foto: Richard Shea / Cover
Autor: Daniel
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