Ferry Corsten «We Belong»

Beschäftigt man sich mit Trance, ist es schwer, einen Namen zu übersehen. Ein Name, der bereits sein Beginn der Neunziger auf der Bildfläche der elektronischen Musik auftauchte und der neben seiner Zusammenarbeit mit Tiesto eine ganze Batterie an Remixen veröffentlicht hat; unter anderem für Moby. Die Rede ist natürlich von Ferry Corsten. Der niederländische Trance-Magnat veröffentlichte vor Kurzem seine EP «We Belong» und zeigt damit wieder, wie positiv sich Trance in den letzten Jahren entwickelt und sich der eigentliche Ur-Sound verändert hat.

Auf der sieben Tracks enthaltenen Veröffentlichung, tummeln sich neben Original auch fünf Remixe des Tracks, der im Original überraschend erfrischend klingt und so gar nicht nach dem, was man in der Vorurteilsschublade dieser Musikrichtung erwartet hätte. Die Geschwindigkeit ist angenehm, kein Gekreische und Synthgewinde, keine auf Masse produzierten Melodie-Hooks. Nein. Leicht mit Strings unterlegt, lassen unaufdringliche Synthrhythmuspattern und dezente Beats Platz für die Vocals, die sich zwar immer und immer wiederholen, ohne jedoch zu nerven.

Die Remixe haben Respekt vor dem Original. Muzikjunki lässt in seinen beiden Mixen das Original fast unangetastet und der Tritonal-Remix macht das, wofür man Trance heute noch auf den Mond schießen könnte. Schneller Beat, markige Hookline, Stakkato-Gekröke… Die Bingo Players entschädigen im Remix dann gleich wieder mit saftigeren Hats und knackiger Struktur. Eher funktionell und in Richtung Techhouse äugend, wobei der Bingo Players Dubmix noch einen Zacken mehr Eleganz hat.

>>> ferrycorsten.com


Autor: Daniel
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