ReComposed by Carl Craig & Moritz von Oswald

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So ziemlich jeder dürfte ja vor einigen Jahren über die ReComposed-Reihe von erst Matthias Arfmann und dann Jimi Tenor gestolpert sein. Klassische Musik in neuem modernem Soundgewand und Arrangement. Keine neue Idee, aber interessant und mit Jimi Tenors Variationen, die an ambiente Science-Fiction-Soundtracks der 50er-70er erinnerten, dann doch ein guter Durchbruch der Reihe.

Jetzt wird sie weitergeführt und zur dritten Auflage sitzt Carl Craig mit im Boot. Gemeinsam mit Moritz von Oswald werden klassische Stücke von Maurice Ravel und Modest Petrowitsch Mussorgsky auseinandergenommen und neu interpretiert.

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Ehrlich gesagt, kann ich mit diesem jetzt nicht wirklich viel anfangen. Ich kenne die Originale nicht (Kulturbanause) und von der reinen Herangehensweise an elektronische Musik bietet die CD für mich nichts Herausragendes. Die Musik plätschert vor sich hin, bleib unaufgeregt ruhig und vermittelt einem das Gefühl, ein langgezogener ambienter Minimaltechno-Track zu sein. Nach der Mitte werden die Themen zwar öfter gewechselt und in Melodie und Sound kommt ein wenig mehr Schwung (es wird interessant), aber mehr als die Assoziation zu Fahrstuhlmusik will sich mir nicht einstellen.

Auch Klassikfreunde (die sich im Gegensatz zu mir, doch ein wenig mehr mit der Materie Klassik auskennen), winken ab und können dem Ganzen nicht viel abgewinnen; zu elektronisch und zu modern. Hüllen wir darüber also einfach den Mantel des Schweigens.


Autor: Daniel
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