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Jimi Tenor habt ihr schon mal gehört. TAKE ME BABY, TAKE ME NOW! Aber wer (nur) das kennt, der kennt Jimi Tenor nicht. Denn abseits von Dancefloor-kompatiblen Krachern macht er noch ganz andere Nummern, und auf „ReComposed“ könnt ihr die mal kennenlernen.

Die ReComposed-Serie der Deutsche Grammophon  erschien zuletzt unter dem Titel „ReComposed by Matthias Arfmann“ im Januar 2006. Aufgabe – damals wie heute – war es, typischen „Deutsche Grammophon“ Stücken einen neuen, elektronischen Sound zu verpassen, quasi einen Remix zu erstellen. Oder, weil man eben was besonderes ist, eine „Re-Komposition“.

Jimi Tenor hat dabei unter anderem auf Stücke von Steve Reich, Pierre Boulet, Edgar Varese oder Erik Satie zurückgegriffen. Kennt einer Einen davon? Dacht ich mir. Na gut, Satie vielleicht. Aber Spaß beiseite. Tenor bedient sich hier also einer Reihe von mehr oder weniger „klassischen“ Komponisten. Was er daraus macht ist unterschiedlich: mal dissonantes Geräusche-Kreuzfeuer mit Paukeneinsatz, dann aber (inbesondere ab Mitte des Albums) auch immer wieder schöne, manchmal geheimnisvoll klingende und Elektronik mit Klassik verbindende Tracks. Klingt stellenweise wie die „Bilder einer Ausstellung“ des Japaners TOMITA.

Klar kann man die ReComposed – Reihe „verkopft“ nennen. Ich mag auch nicht glauben, dass die Verkaufszahlen enorm groß sein werden. Aber ReComposed ist auch vielleicht am ehesten als interessantes Experiment zu verstehen, um zu gucken, was bei rauskommt, wenn man mal diesen oder jenen „Knopf“ drückt. Was im Fall Jimi Tenors rausgekommen ist sind 12 Songs, aus unterschiedlichen Einflüssen kommend und in unterschiedliche Richtungen weitergedacht, die sicher nicht „easy listening“ sind, die aber den geneigten – und toleranten – Musikfreund gut unterhalten können.

Sound für Ausstellungen, Künstler-Bars oder Nachtwanderungen. Horcht mal rein. Mehrmals :-)

>>> jimitenor.com 


Autor: Carsten
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