Newton «Roadmovie»

Es ist eher selten der Fall, dass in der elektronischen Musik Künstler jenseits der 40 aktiv sind. Kommt der Durchbruch nicht in den Dreißigern, trennt sich oft die Spreu vom Weizen und es wird deutlich, wer aus tiefer Liebe zur Musik handelt und für wen es nur ein Lebensabschnitt war. Johannes Huppertz gehört zu ersterer Gruppe. Der knapp 50jährige Multi-Instrumentalist ist seit Jahren erfolgreicher Produzent und hat unter verschiedenen Pseudonymen mittlerweile über 120 Tracks auf seinen drei Alben und diversen Lounge-Compilations veröffentlicht.

Jetzt ist Nummer Vier an der Reihe. Unter dem Pseudonym Newton (mit dem er unter anderem schon auf einer Clubstar-Compilation vertreten war) gibt es mit «Roadmovie» ein zwölf Songs enthaltenes Album, das einfach nur Lounge-Musik macht. Keine Experimente, kein Name-Dropping, kein Geheische nach Hype, sondern einfach nur gute ruhige und solide Instrumental-Musik.

Genre-Grenzen kennt Huppertz dabei jedoch nicht. Ruhige fast beatlose Songs, wechseln sich mit housigen 4/4-Takt-Tracks, welche den Beat nur als Trägergerüst für teilweise recht unkonventionelle Melodien nutzen. Abwechslungsreich aber dennoch dezent unaufdringlich. Dazu eine Reihe typische mit mediterranen Gitarren- und Pianoklängen angereicherte Downbeat-Sounds, die wie aus einem Guss wirken, es ihnen jedoch auch nach mehrmaligem Hören nicht sofort anmerkt.

>>> Johannes Huppertz


Autor: Daniel
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