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Üblicherweise endet für den Freund elektronischer Musik die Klangwelt östlich kurz hinter Görlitz, wenn ich mal so sagen darf. OK, der Eine oder Andere war auch schon mal zum COSMIC TRIP in Teplice und gelegentlich sind auch DJs aus dem Nachbarland hier am Start, aber das wars dann auch schon meist.

Diese engen Grenzen sind ungerechtfertigt, denn auch weiter östlich wird an Synthis geschraubt und mit Laptops gebastelt. Diese Szene vorzustellen ist das Anliegen der Compilation ELEKTRONIK BALTIKUM.

In Zusammenarbeit mit ausgewählten Musikern aus Estland, Lettland und Litauen wurde ein Album erstellt, dass keine Bestandsaufnahme sein soll, aber doch klar macht, dass manch „funkelnder Edelstein“ dort zu finden ist, wo man ihn zunächst nicht vermuten würde.

Von Ambient über Downbeats bis zu tanzbarem Minimal-House reicht die Bandbreite der vertretenen Künstler. Manches klingt vertraut, anderes ungewohnt, und manchmal sogar beides zusammen: SEVER UND ARTHUR PUNTE’s Track „What will friends never say…“ kreuzt beispielsweise eine Melodie, die stark an THE NOTWIST’s Soundtrack zum Film „Lichter“ erinnert, mit einer ruhigen, lettisch sprechenden Stimme. Passt.

FUSEDMARC wiederum legen auf „Easier“ eine von BJÖRK inspirierte Stimme über einen Frickelbeat. Zerbrechlich und klar klingt dass, bewahrt dabei aber stets eine gewisse Wärme im Sound.

Andere Tracks wiederum klingen so „europäisch“ (sprich: unseren Hörgewohnheiten entsprechend), dass sie ohne weiteres aus Berlin oder Reykjavik stammen könnten.

Unter unten angegebenem Link könnt Ihr in alle Tracks reinhören, weitere Infos und die Homepages der einzelnen Künstler finden sowie – natürlich – die Compilation für nen schmalen Taler (8 Euronen + Versand) kaufen. Empfehlenswert.

>>> elektronik-baltikum.de


Autor: Carsten
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