„The Future…“ ist der zweite Teil der Elektrolux-Werkschau, 14 schöne Chill Out Stücke, von Groovecatcher über Aural Float bis zu The Sushi Club. Musikalisch gehts erwartungsgemäß in die richtig ruhige Ecke: viele Flächen, ewiger Hall, Synthies und häufiger auch echte Gesangslinien, abwechselnd mal mit männlichen und mal mit weiblichen Stimmchen dahinter. Alles in Allem klingts so, wie meine Eltern sich Chill Out vorstellen und vielleicht sogar anhören würden.

Ich finde, mit dem Untertitel zum Teil 1 der „the future is my melody“-Compilation haben es die elektroluxer selbst am treffensten umschrieben: „13 electronic pop songs“. Und so klingt auch Folge 2. Das ist gut und schlecht zugleich. Gut ist, dass die Titel alle handwerklich einwandfrei gemacht sind, schön klingen, ruhig schweben und mit synthetischer Wärme den Raum bald füllen. Schlecht ist, dass diese Wärme synthetisch bleibt.

Schlecht ist, dass das Ergebnis eben auch klingt wie electronic pop songs. Da wäre zum Beispiel „Electronic Love“ (Jean F. Cochois, Track 10), das schon stark nach ner Mischung aus R’n’B und klassischer Chillout-Platte klingt. Passt schon zusammen, irgendwie, aber ist mir dann endgültig ne Ecke zu weichgespült. Und so klingt vieles auf der Platte.

Immer schön, immer weich, immer aber auch bekannt, ohne Wiedererkennungswert, ohne Höhepunkte. Klar kann man die ganze CD am Stück gut durchlaufen lassen, nett klingts allemal. Aber für Musikliebhaber und professionelle Sofa-Chiller ist das ganze, so zumindest meine bescheidene Meinung, meistens doch zu dünn. Zu seicht. Zu pop.

„Es hilft ungemein, nicht allzu puristisch aufzutreten. Verwässere deinen Stil und schütte noch ein bisschen Zucker dazu.“ The KLF – „Das Handbuch“

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Autor: Carsten
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