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Boris Dlugosch. Bei diesem Namen war oft genug Freude angesagt. Verstand er es doch wie kaum ein anderer, die vielen Arten von Housemusic in seinen Sets unterzubringen. Seitdem er den letzten Jahren eher dem Electrohouse zugewandt war, ist er aus meinem persönlichen Blickfeld verschwunden, macht nun aber mit einer quiteschenden neonfarbenen Mix-Compilation auf sich aufmerksam.

Der Sound hat sich – meinen Erwartungen entsprechend – nicht verändert. Dlugosch setzt auf Electrohouse und von seinem vielgepriesenen Über-den-Tellerrand-schauen oder musikalischen Offenheit findet man rein gar nichts auf CD Eins, die er fleißig zusammengemixt hat.

Die Tracks sind allesamt quietschig, anstrengend und schwirren in dem Bereich zwischen Noise und Synthsägen. Tut mir Leid, aber Neues oder Progressives kann ich hier bei keinem der Titel entdecken. Selbst Abwechslung ist kaum geboten: Es quiescht, surrt, ziept und quäkt in jedem Titel. Ob zum Hören oder im Club. Mir ist dieser Sound einfach zu anstrengend. Selbst Trentemøller als Opener ist nicht das Gelbe vom Ei.

Die zweite CD widmet sich dem neuen Everybodys Darling: Minimalhouse. Soft und ohne Hektik gemixt von Radio Slave. Eine Erholung zu seinem Pendanten in der CD-Box, dennoch sehr unaufregend und belanglos.

Für Quietschefreunde und Minimal-Immer-Noch-Nicht-Satt-Haber ist diese Compilation die erste Wahl. Wer jedoch auf progressive Clubsachen steht, spart sich das Geld und investiert lieber in Vinyl, um es besser zu machen als Herr Dlugosch und Co.

>>> ministryofsound.de 


Autor: Daniel
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