Planet Disco im Sound Cottbus

Montag, 7. Februar 2005 00:00 Uhr
Beitrag in Partyreview von Daniel 80

Planet Disco. Der Ruf eilte wie bei fast allen Cottbuser Events voraus und sollte sich nicht als Luftblase entpuppen.

Der Routenplaner verrichtete sein Werk meisterhaft und lotste uns punktgenau vor den Eingang des im Stadttor gelegenen Sound. Eine kleine Schlange wartete vor dem Eingang des Clubs, der zu diesem Zeitpunkt im Inneren noch wie leergefegt war. Was sich erst sehr spät ändern sollte.

Erst gegen ein Uhr erreichte das Sound eine angenehme Fülle und wurde dann bis gegen zwei von Menschenströmem heimgesucht, so dass sich die Tanzfläche erst zu sehr später Stunde füllte, um spätestens bei Disco Steffi knackevoll zu werden.

Seine Vorgänger Joseph Armani und Groovious wärmten das Publikum so nach und nach mit einer Mischung aus Klassikern und Hits auf, sodass es seitens des Publikums bei Disco Steffi richtig zur Sache gehen konnten.

Den Altmeister erkannte man sofort an seinem Stil. Nicht so hitverschlampt wie bei Disco Dice, sondern eher progressiverer Discohouse mit knackig und saftigen Klang. Warum er später dann doch in die Hitecke schwenkte, ist für uns nicht ganz so nachvollziehbar. Lag vielleicht an der kurzen Spielzeit, in der er sicherlich viel schaffen wollte.

Noch eine Spur abwechslungsreicher wurden dann die beiden Fuse-Club Jünger Fun-Key & B-Rok. Knackiger House, 2/4-Takt Mousse und sogar ein Spritzer Electroclash (bitteschön ;-) ) ließen Langweile auf der Tanzfläche fernbleiben.

Damit diese auch visuell erst gar nicht aufkam, wurde das Sound von Zentimeter zu Zentimeter mit den von Planet Disco gewohnten Dia-Projektionen und einer simultanen vierfach Videoprojektion ausgestattet, was es in den Sitz-Ecken sehr gemütlich machte und auf der Tanzfläche einen zusätzlichen Zappeleffekt verschaffte.

Für die männliche Fraktion wurden zudem die Hüllen fallen gelassen: Eine kurze Strip-GoGo Einlage und Oben-Ohne-Barmädels zogen natürlich die Blicke auf sich, wenn damit auch die weiblichen Besucher etwas leer ausgingen. Zwei Oben-ohne Kerle als Ausgleich hätten der Optik hinter der Bar gut getan.

Ein nicht ganz so offensiv offensichtlicher aber umso hübscherer Blickfang präsentierte sich mit dem Aperol Promostand im vorderen Bereich des Clubs. Ein süßes Pärchen im niedlichen Look war (nicht nur wegen der Gratisdrinks), ein Magnet und färbte mit seiner freundlichen Art auf die Gäste ab. Schlichte Eleganz wirkt halt mehr.

Zurück zur Tanzfläche, an der El Nino Etienne La Mar die Player übernahm und mit House weiterführte, um dann in der minimaleren Ecke ein paar Kracher loszulassen. Loverboy lässt grüßen und zeigte, dass El Nino Etienne La Mar n letzterer Stilrichtung eindeutig besser aufgehoben ist.

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2 Kommentare

  1. Timo schrieb:

    Hi, schön, dass es euch bei uns gefallen hat. Vielleicht sehen wir uns ja bald wieder…Es gibt eine kleine Verwechslung mit den DJ Namen: der als EL Nino beschriebene war DJ etienne la mar (CB)…;-) El Nino hat bis 0.00 Uhr aufgelegt. Gruß Timo

    Donnerstag, 18. Juni 2009 | 14:21

  2. Rec schrieb:

    hitverschlampt – das Wort des Jahres für mich!!!

    Donnerstag, 18. Juni 2009 | 14:21


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