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Das im Rahmen der im Lentos Kunstmuseum Linz stattfindenden Ausstellung „Just Do It!“ erschienene Buch in der liebevoll gecutteten Totenkopf-Form ist einer der uneingeschränkten Tipps und wenigen Neuerscheinungen, für die es sich doch mal wieder lohnt ein paar Euronen über die Ladentheke zu schieben.

„Die Subversion der Zeichen von Marcel Duchamp bis Prada Meinhof“ beschäftigt sich mit der Kultur des Samplens, wobei die Blickrichtung und Sichtweise völlig neue und auch viele alte Assoziationen aufruft. Begonnen wird ohne lästigen Schnickschnack mit „gesampelten“ Sätzen und Passagen aus fest bekannten Büchern wie zum beispiels Orwells „Krieg der Welten“, Don Quichotte etc.

Das komplexe Buch gräbt sich dabei immer tiefer in die Materie ein, um natürlich auch bei der Musik, der Kultur des Samplens und Software-Copyright zu landen, die es sprunghaft und patchwork-mäßig beschreibt. Kurze einfache Kapitel machen es sehr leicht, nur mal drin zu blättern und zu stöbern. Interessant ist immer wieder der Bezug von Buch/Copyright und Musik/Film/Software/Copyright. Beides vom Urheberrecht gleichgestellte aber dennoch rechtlich völlig unterschiedlich behandelte „künstlerische“ Werke. Was mit dem Medium Buch erlaubt ist, ist nicht zwingend auf Software/Musik/Film zu übertragen. Spannend, neue Sichtweisen und viel Abschweifungen, die jede Zeile interessant machen.


Autor: Daniel
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