Nach der Pause vorherige Woche nun wieder ein paar Leckerlis auf dem Tonträger und Digital-File-Markt.

John Tejada & Josh Humphrey «PAL-061»
Den Tejada-Stlye hört man sofort raus. Leider fehlt die knackige Funktionalität. Das songähnliches Arrangement sowie der Spagat zwischen rohen elektronischen Synths und klimpernden Melodien sind allerdings wieder perfekt. Bonuspunkt gibt es für „Subversion“; 8-Bit-Sounds passen immer.

Claudio PRC «Clear Depths»
Mir persönlich etwas zu kraftlos und zwischen Deepness und Techno hängengeblieben. Als Digital-DJ-Spielzeug jedoch schöne Toolware. Viel Reverb, Echo und langgezogen deepe Chords; dazu Beat-Pattern, die sich dezent im Hintergrund tummeln.

Sinan Kaya «Something Else»
Eine schöne runde EP liefert der junge Türke mit seinem neuen Viertracker auf dem Berliner Tonkind Label. MustHave-Sound der eine prima Brücke zwischen deepen Housegeschichten und Minimaltechno schlägt. Als Favorit schleicht sich der Edgar Peng Remix in mein Herz: Tonleiterloop in hellem glockenartigen Ton.

Kappah «Welcome Superstereo Stars»
Auf dem Redd Army Label eine angenehmes DubStep-/Downbeat-Album. In einigen Teilen zwar sehr frickelig und zu offensichtlichen Stakkato-Elementen, aber für Gratis-Zeugs doch recht anständig ausproduziert. Free-Download hier.

Alex Niggemann & Rido Padice «Samurai Blades EP»
Ein wenig altbacken wirkt das Release schon. Hängengeblieben in den trippigen Veröffentlichungen der Neunziger. Dazu passt auch, dass sich Niggemanns Track „Trippin“ nennt. Immerhin geht „Uptown Street“ dagegen als hypnotisch schiebender Minimalhousetrack durch.

Mangue Family EP (008)
Dem Label stand ich ja immer ein wenig skeptisch gegenüber. War mir alles zu sägig und flirrig. Fabian Schumann bestätigt das sofort und Jach badet im Massenwarenpool. Dusk&Black Vel dagegen überraschend clean, funktional mit fatschenden Beats und Afroloop. Raumakustik fährt auf dem Jackin‘-Jazzy-Zug und macht das für den Anfang auch gar nicht mal so übel. Gefällt mir.

Ramon Tapia «You Got To (Keep Movin)»
Der Belgier mal nicht auf Great Stuff, sondern auf Snatch mit progressiver Mischung aus Filter- und Techhouse, wie er ja in letzter Zeit stark in Mode kommt. Beide Titel discoid in der Filterkanone gewälzt. Der Jet-Project-Remix dagegen schlendert eher tribal und ohne schickenden Flow.


Autor: Daniel
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