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Vorbereitung für das Vorspiel: Kopfhörer aufsetzen! Vorspiel: MySpace-Seite von Matthew Dear aufrufen. Im Hintergrund läuft ein Track aus Dears Debütalbum leave luck to heaven und parallel dazu sollte man dann alle verfügbaren Videos gleichzeitig starten.

Okay, nun sind die Gehörgänge gut durchgespült, Klangrezeptoren wachgekitzelt und man kann sich Matthew Dears 5-Tracker Maxi Don & Sherri widmen. Dieter Thomas Heck würde es wohl eine „Singleauskopplung“ aus dem aktuellen Album Asa Breed nennen, welches ganz gute Kritiken bekommen hat.

Vor vier Jahren war leave luck to heaven eines meiner Lieblingsalben, allerdings irgendwie schwer einzuordnen. Die Website verrät heute wieso: „You could throw around generous descriptors and any number of genre-locking terms electronic pop, minimal house, acid techno but youd still fail to get to the center of Matthew Dear.“

In diesem Wissen stürze ich mich also auf die Maxi. Die Orginalversion von „don & sherri“ geht gleich gut ab, erinnert etwas an Abe Duque und ein Hauch von Detroit weht durch die klar strukturierte House-Songarchitektur. Vocals und Lyrics erinnern stark an den alten Dear. Haut mich heute nicht mehr um und ist mit 3:24 Minuten zu kurz für einen Clubhit.

Der M.A.N.D.Y.-Mix geht andere Wege, nimmt zunächst Druck raus, kommt deutlich minimaler daher und ich suche vergeblich nach Parallelen zum Original. Erst mit dem zweiten Mal hören finde ich Zugang zu dem extrem monotonen Track. Später kommt auch nach das verfremdete „Don & Sherry“ Sample – und wenn du denkst es geht nichts mehr: Ähnlich wie schon bei M.A.N.D.Y.s Rockers Hifi-Remix findet der Track noch ein geniales Ende. Huch, mein Tanzbein juckt!

Auch der Remix von Hot Chip ist eher ein Rework als ein Remix. Die Vocals singt jetzt ein gewisser Joe Goddard, der Track versucht sich als Hymne, klingt aber eher wie die Titelmelodie zu einer Schwulen-Sitcom anfang der Neunziger. Nich so meins…

Das Ganze gibt’s noch mal als Hot Chip Instrumental, ohne explizite Vocals aber die gestöhnten „o-o-o-ohs“ und „a-a-a-ahs“ bleiben. Ich sag da jetzt besser mal nichts mehr zu.

Ganz anders Koze’s Remake von elementary lovers. Schön verspult, nett verspielt. Der Track will kein Clubhit sein. Er ist für die Stunden, Minuten, Augenblicke in denen man einfach Bock auf was Anderes und Unkonventionelles hat. Dominierende Vocals, frickeliger Background und ein Beat der meine Laune nach den „Hot Chip“-Ausreißern merklich aufhellt.

Fazit: Von 5 Tracks sinds 3 interessante, die anders klingen und die für diese Maxi ausgereicht hätten.

>>> myspace.com/matthewdear


Autor: Carsten
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