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Marsen Jules macht ein neues Album. Da bin ich gespannt, war doch der Vorgänger Herbstlaub ein guter Freund in lauen Sommernächten. Neben eigenen Produktionen kam Anfang des Jahres auch noch der Sampler Elektronik Baltikum raus, der sich mit der Szene im Osten Europas befasste. Nun also mal wieder ein richtiges Album, wir waren gespannt…

Damals hatte ich „Herbstlaub“ in einem Ordner mit dem Namen Andere Musik abgelegt, was sich wegen der eigenen Art des Albums im positiven Sinne anbot: Verträumter Ambient, romantische Soundscapes, elektronische Landschaften.

Im Jahr 2007 sind an die Stelle der hallenden Strings kompakter klingende Kompositionen getreten, die zwar immer noch verträumt daherkommen, aber eher an Brian Eno’s Ambient-Werke erinnern: simpel scheinende Tonfolgen, die, minimal unterlegt, warme Tupfer in deinen Herbstabend zaubern.

Dabei gelingt es ihm, ohne je langweilig zu werden, wunderbare Traumlandschaften zu malen, den Gleichtakt des Herbstabends einzufangen und, einem Lagerfeuer gleich, die Gedanken wandern zu lassen. Vielleicht nicht jedermanns Sache, aber wer sich ab und an eine Auszeit vom hektischen Treiben des Alltags gönnen mag, der sollte dringend in „Golden“ reinhören, denn die langen Nächte kommen wieder.

>>> marsenjules.de


Autor: Carsten
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