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Gleich vorweg – Ich bin kein HipHop’er, da bin ich nich down mit. OK, den Namen DJ Shadow hat man schon mal gehört wenn man sich für Musik ein bisschen breiter interessiert, aber das wars dann auch schon. Aber andererseits ist das vielleicht gar keine schlechte Ausgangssituation für ein Plattenreview.

The Outsider ist das dritte reguläre Album von Shadow, und – wie man bei der Recherche schnell feststellen wird – eine umstrittene Veröffentlichung. Insbesondere die Zusammenarbeit mit amerikanischen Rappern und der teilweise schon nach „dicker Hose“ klingende Sound einzelner Tracks ist neu. Schwierig ist DJ Shadow auch deshalb, weil er sich bisher erfolgreich gegen jegliche Kategorisierungsversuche gewehrt hat – zu abwechslungsreich und breit gefächert sind sein musikalischer Hintergrund und sein Output.

Von 70er-Jahre Soulnummern (THIS TIME, Track 2) über MTV-HipHop-Sounds ( 3 FREAKS, direkt danach) bis zu fast Indie-Pop-Rockig klingenden Nummern (ERASE YOU, Track 13) reicht das Spektrum auf The Outsider. Aus oben genannten Gründen will ich das Einordnen in Historie und eigentlich vermuteter Weiterentwicklung mal den echten HipHop-Nerds überlassen.

The Outsider empfiehlt sich aber auf jeden Fall mal mindestens für ein kurzes Reinhören auch für Elektronik-Freaks. Wer auf den Sound nicht klarkommt, den wird DJ Shadow nicht überzeugen können, aber wer Bock auf die Melange aus Samples, Baggiepants-Sounds und TripHop hat, der sollte hier mal genauer hinhören.

>>> djshadow.com 


Autor: Carsten
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