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Tja. Singwitz. Mit der Prämisse „Ist es so wie immer, schreibma nichts“ tauchten wir pünktlich Mitternacht an der Kesselhaus’schen Eintrittsgeldforderluke auf. Mit’m Bus gekommen = in der Warteschlange eingereiht und mit bunten Blend-Bällen vor den Augen aufs Weiterrücken gewartet. (Hach, er stichelt schon wieder…).

Ging alles relativ flink und schon quetschten wir uns an der im Türrahmen aufgebauten Schrankwand vorbei, die entgegen ihres imposanten Anblicks dennoch eine Freundlichkeit an den Tag brachte, dass man nur mit einem Lächeln die Schwelle überschreiten konnte.

Zuerst mal in die Lounge. Für diese Zeit schon sehr gefüllt – mit Leuten und mit Dekoration. Schnieke gerührte und geschüttelte Animationen und Dia-Szenen an feinen weißen Bahnen mit eigens produziertem Kalligraphdruck. Folge für die Lounge: Heimelig und durch die strahlenden Motive nicht ganz so dunkel wie sonst. Musik nicht ganz so überzeugend. Irgendwie war es der DJ vom letzten Mal, als wir auf dem Sofa lümmelten, sogar mit demselben Outfit, wenn ich mich recht erinnere und auch denselben Platten.

Ich werde nicht müde zu predigen: Minimales Gewusele ist zwar schön und vielleicht auch nicht so oft zu hören, aber eine Lounge kann mehr bieten, hier hören die Leute noch zu, hier kann man experiementieren. Es gibt auch andere Musik bei denen nicht jeder Takt mit einem Bassschlag betont wird. Brayen Bax von den BitchBrothers war schon eine Spur anders, aber wälzte sich nach etwas rockigeren Sounds dann doch wieder in der Minimalsuhle.

Ok, ab in den Mainfloor. Schon wieder knackevoll, kaum ein Durchkommen. Schön der gazierte Würfel über den Köpfen der noch kleinen Anzahl an höflich Tanzenden.

Schnell in den Keller und yupp, da rockte es. Wer der nette beatlastige Herr an seinen elektronischen Klangerzeugern, Samplern, Effekten und Drummachines war…keine Ahnung. Laut LineUp Clark B. (wer es besser weiß, bitte comment). Aber eins war definitiv klar. Die Anlage bis zum Anschlag, der Sound astrein und die Massen am Toben. Alle 40 Sekunden kam ein neuer Sound, ein neuer Drum, ein neuer Bass. Dynamik und Abwechslung um die 136BPM, das nenne ich LIVE-Act und sehr sehr geil.

Oben im Mainfloor derweil Waikiki&Funk@Delic. Man hatte ja Bedenken im Vornherein: Studio54-Geburstagsklub-DJs bei einer Intensiv-Party? War aber dennoch sehr ok, obwohl desöfteren in der Electrohouse-Sparte gewildert wurde und ich mache keinen Hehl draus, dass mir das gar nicht so gefällt. Die beiden schlugen sich aber gut und präsentierten eine gute Mischung, obwohl ja eigentlich House und Disco ihre Stärke ist.

Singwitz war wieder Singwitz war wieder Singwitz. Ein Lichtblick in der Partylandschaft, der jedoch seine eigene sehr hoch gelegte Messlatte nicht mehr ganz erreichen will. Eines noch: Bitte bitte liebe Intensivcrew, vergrößert die Bar im Chill oder platziert eine zweite im Mainfloor…


Autor: Daniel
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