Brixton «e Techno de»

Es laufen einem immer noch Leute über den Weg, die finden Brixtons Sound als Produzent und DJ zu hart, zu krass. Eigentlich ist es aber nur das Resultat aus jahrelangem Kontakt zur Szene und immensem Labelschaffens. Er hat den Technosound von den Anfängen durch, ihn mit seinen Prägungen weiterentwickelt und seinen Sound immer durch äußere Einflüsse verteidigt. Darum ist sein Sound immer noch so frisch, wie an den ersten Tagen.

Mit seinem sicheren Händchen hat er unter Pornostarmusic seine Labels vereint. Unter anderem das Techno Urgestein Holzplatten oder auch Kazumi mit seinen knackigen nach vorn gehenden Releases. Für sein aktuelles Album „e Techno de“ hat er sich die Holzplatten-Nummer 77 aufgehoben und dort ganze achts Hammertracks aufgeladen.

Der Sound ist durch die Reihe weg sehr experimentell, hart und schippert in der 140BPM-Gegend herum. Basis bilden zumeist verzerrte tiefe Bässe, zappelige und zischelnde Hats und kristallklare Stabs und Sounds, die den Tracks noch einen zusätzlichen Energieschub unterjubeln. „Pisda“ und „Si Les Acid“ sind da nicht ganz so wild und wirken dadruch etwas reiner und pumpender. Der Brixton-Touch bleibt. Der Killersound wurde dann für die D-Seite aufgehoben. „Locki“ und Stuij“ sind laut, rüttelnd und hauen den letzten Putz aus den Mauern.

Die experimentellere Fraktion der DJs dürfte sich über die vielen Loops – acht an der Zahl – freuen, die sich geschwindigkeitsmäßig nicht in den oberen Region aufhalten, durch die vielen Flächen und sinselnden Sounds aber sehr viel Raum für den Spieltrieb des DJs lassen. Ein Loop, ein Effektmixer und fünf Minuten sind schneller um, als man denkt. Danke für das Spielzeug, Brixton.


Autor: Daniel
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