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Gerade im Sommer wird Ministry Of Sound nicht müde, eine (Mix-)Compilation nach der anderen auf den Markt zu werfen. Die jeweils zwei CDs enthaltenen Digipacks sehen schonmal gut aus, aber kann der Inhalt überzeugen? Sehr gut finde ich die MoS-Art die drei CDs in eine Schublade zu stecken: So wird es vielen hiesigen Partygästen und auch DJs nicht gefallen, dass „ihre“ Musik dann doch nur zum schnöden Dance zählt…
Clubbers Guide Ibiza ’07
Die 2007er Auflage ist deshalb wieder interessant, da dem violetten CD-Pack ein 68 Seiten starkes Booklet beiliegt, welches Ibiza dreisprachig (spanisch, englisch, deutsch) vorstellt: Restaurants, Clubs, Bars usw. Interessant und vor allen Dingen aktuell.

Musikalisch schneidet die lose Track-Sammlung noch mit am besten ab, wenn man von CD Eins und Ihrer electroiden Houseauswahl mal absieht, die nicht so den Geschmack von Kennern treffen dürfte. Schon das feine Breakmonster „A Bit Patchy“ verkommt im Prydz Remix zur Lieblosigkeit, ebenso Spektrums „Kinda New“. 2004 veröffentlicht, ein Oberhammerfunkmonster, welches im Dirth South Mix zwar der Masse gefällt, den Musikfreund aber das blanke Grausen entgegenschlagen lässt.

CD Zwei ist da schon angenehmer. Es wird housiger nicht ganz so nervig. Zwar sehr viel Dance, aber man kann sich die CD doch mal anhören, ohne genervt die Forward-Taste zu drücken. Trotzdem geschmeidig beliebig. Keine Knaller.

Club Files Vol. 1
Auch die Club Files Sammlung bietet ein besonderes Gimmick. Dem Pack liegt eine DVD bei, die einzelne auf den CDs vorkommende Tracks als Musikvideos innehat. Nicht schlecht. EIn guter Bonus zum Audiokauf. Musikalisch dann auch wieder die anstrengende im Suppenteller bleibende Electrohouse-Nummer. Auf beiden CDs.

Balearic Masters Vol. 1 by DJ Sammy
Die dritte im Bunde will nun ganz allein durch die Musik überzeugen. Kein Bonus dazu. Ok. Die Ibiza-Session beginnt gut und fängt das Großclub-Flair gut ein. Eine solide Mischung aus den massentauglicheren House- und Trancenummern, die jedoch nach dem ersten Drittel rapide fällt. Da fängt’s dann doch wieder an zu sägen. Der Mallorca-Mix ist ebenso durchwachsen. Allerdings hält sich Sammy hier mit anstrengenden Sachen zurück. So ein richtiger Fluss kommt trotzdem nicht auf, zumal die immer gleichen Tracks gespielt werden. Das Mixing ist sehr abrupt; teilweise wid einfach nur gecuttet oder der Übergang noch nicht einmal in einem Takt durchgezogen.

Fazit: Die Ministry Of House Sommer-Compilations sind doch eher was für Fans des Genres. Diese werden dann aber auch richtig bedient. Wer Electrohouse noch mag und ab und zu auf Lichtblicke steht, sollte mal reinhören, ein bunter Querschnitt durch die aktuelle Dance-Szene ist es allemal.

>>> ministryofsound.de 


Autor: Daniel
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