Rasanter Techno und müder House – Party im HTO Putzkau

Montag, 24. Oktober 2005 11:51 Uhr
Beitrag in Partyreview von Daniel 243

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HTO Putzkau. Der gemütliche Club im Bischofswerdaer Ortsteil sollte unser Ziel am letzten Wochenende sein, den wir nach ein zwei Irrfahrten und vielen freundlichen Passanten auch fanden. Nun gut. Das erste Mal hier. Gleich nach dem Eingangsbereich tritt man rechterhand auf die erste Tanzfläche, der Barbereich durch eine Art Torbogen abgetrennt gleich in der Nähe. Dort sammelten sich dann auch die ersten Leute. Die Musik, für die Zeit schon sehr knackig und eher in die Richtung Tech zu drücken als in die House-Nische. Dennoch sehr groovy und schick, versprach hübsch zu werden.

An den Toiletten vorbei ging zu einem Chill-Separé mit einladenden sauberen Sofas und niedlicher Glasbaustein-Bar. Die unscheinbare Tür mit dem Molton-Watte-Fetzen dämmte den brachialen Sound im Inneren des Techno-Floors überraschenderweise gut ab, sodass man sich normal unterhalten konnte.

Der Technofloor selbst wartete mit einer sehr lauten, dafür aber sehr sauberen Anlage auf. Auf der Tanzfläche dröhnte nichts, nur der reine Sound erreichte die Ohren und Magengruben. Sehr schön. T.S.N. machte den Anfang, schön knackig und wummernd. Solide und perfekt. Erfahrung wiegt noch am schwersten und diese weiß er immer in seinen Sets zu integrieren. Lustig anszusehen der DJ-Wechsel. Während T.S.N. mit Koffer bewaffnet den Floor verlässt, watschelt im Gänsemarsch der Fanblock hinterher. Ein Bild für die Götter.

Drinnen dann Recall 8 an den Reglern. Das Tempo wurde gesteigert, die Sounds fieser und die Beats dreckiger. Cuts und Fades wechselten sich ab und bescherten dem Achtermai-Kandidaten eine wabernd zappelnde Crowd. Perfekt.

Der House-Floor jedoch hatte zu diesem Zeitpunkt schon seinen Zenit überschritten. Tanzen wollte auch nach dem DJ-Wechsel keiner, was wohl etwas an der Musik lag, die eindeutig zu unspannend und eintönig klang. Logisch, dass es bis auf eine Handvoll Gäste alle in den Technofloor zog. Egal, wieder rüber, eine Weile noch auf dem Techno-Floor und dann gings ab in heimische Gefilde.

Fazit: Club und Techno-Floor superklasse. Gemütlich clubbig und mit feinem Licht, Sound und niedlicher Deko. Die DJs auf dem House-Floor (jedenfalls, diejenigen, die wir erlebt hatten) keine gute Wahl. Noch half der Techno-Floor als gute Alternative und Entschädigung, aber spätestens zum nächsten Mal sollten für „House“ doch bessere Vertreter der „Branche“ „geordert“ werden. Die Gäste werden’s danken.

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