Jedes Dorf sollte eine Gute-Laune-Parade haben

Angesichts der aktuellen Loveparade-Tragödie wächst die Kritik an Massenveranstaltungen mit solch übertriebenem Konzept. Auch den einstigen Sinn der Sache trifft dieser kommerzielle Menschenauflauf nicht einmal mehr ansatzweise. Warum also nicht wieder zurück zum Ursprung…?

So dachte sich ein kleines Dorf in der Lausitz, am 11.9. eine kleine Satire zum bewegenden Thema zu inszenieren. Mit einer Handvoll geschmückter Wagen, vom Multicar, Simson-Duo bis zum Traktor und gar Leiterwagen traf man sich also nun zur per Handzettel an alle Haushalte kommunizierten Stunde. Es werde laute moderne Musik geboten, stand da. Alt und Jung kamen zusammen. Die LuLoPa wurde geboren, als sich der Zug umrandet von bunt herausgeputzten Menschen in Bewegung setzte.

Wie sich das gehört, war auf jedem Gefährt ein Soundsystem errichtet, tanzten auf jedem Hänger ausgelassen die Menschen, feierten miteinander und hatten Spaß.

Neben Hits aus Funk und Fernsehen konnte auch die eine und andere Platte der Clublandschaft vernommen werden. Und genau dies macht Mut zur Hoffnung. Wird hier ein neuer Trend geboren?

Dieses Jahr haben wir noch still beobachtet. Na gut, so ganz still war’s nicht, hatten wir doch für alle Fußlahmen eine kleine musikalische Oase im Garten errichtet. Bei Sonnenschein, Kaffee und Kuchen untermalt von den Schwingungen guter Rillen im Ohr lässt sich solch ein Spektakel doch viel besser beobachten.

Ich bin gespannt, wie sich die LuLoPa entwickelt. Zum Ende der Festivalsaison ein solcher Abgesang – eigentlich ein spaßiges Projekt! Ob und wann es nächstes Jahr weitergeht werde ich euch natürlich zeitnah wissen lassen.

Foto: Anne
Autor: Anne
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