Zum neuen 2Raumwohnung-Remix-Album «Lasso» (hier im Review) habe ich freundlicherweise zwei CDs zur Verlosung angediehen bekommen, die ich hiermit in angemessener Feierlichkeit for free raushaue. Wer haben will, einfach bis einschließlich den 11. Juli 2010 einen Kommentar hinterlassen; egal, bei welchem Beitrag. Ich lose dann aus… (ohne Rechtsweg)
Es gehört zur Tradition, dass 2Raumwohnung ihr aktuelles Album durch die Remixwölfe drehen lassen und dadurch gerade im elektronischen Musikbereich gehörig Credits abscherbeln können. Beim Lasso-Album geht’s weiter und mit zehn Remixen auf dem Buckel (via iTunes vier mehr), gar nicht mal so wenig.
Selbstverständlich darf Zugpferd Kalkbrenner nicht fehlen. Mit seinem Remix untermauert er seinen weichen Lowlevel-Technostil ohne Ecken und Kanten und den Gesang hat er auch noch untergebracht. Blake Baxter zerhäckselt als erstes gleich mal die Vocalspur zu kurzen Schnappern, Schuhmacher glänzt mit einer jackin’ Chicago-House-Version und Westbam macht… nunja… eben seine Westbam-Musik. Die weitere Riege mit Good Groove/Yapacc, Robert Babicz, 3Phase… wird nicht unbedingt innovativer und schmeichelt den Originalen durch passend herumgebastelte 4/4-Takt-Pattern.
Objektiv gesehen wird mit den Remixen alles richtig gemacht, allerdings wirkt gerade der zweite Teil zu selbstgefällig. Für beide Seiten. Und etwas zu glatt wie ich finde. Als Einzelwerke durchaus anhörbar, sind die Tracks in Gesellschaft mit ihren Remix-Kollegen etwas zu homogen plätschrig und letztendlich nur 2Raumwohnung mit mehr Beats. Also eher ein Rosinenpicker-Album.
Das Glastonbury Festival ist schlichtweg DER Mega-Rave in den UK. Was da an insgesamt vierzig Floors während der vier Tage über die Bühne geschliffen wird, treibt einem die Freudentränen in die Augen. Sonntag einer der Höhepunkte: Orbital & Matt Smith.
“Beware of ze Average man”
DJs bei ihren Scratching-Skills zuzusehen, wird irgendwie nie langweilig.
Erst recht nicht, wenn es so passend produziert ist.
Neben der Fülle an Digital-Controller-Systemen sticht das neue Komplett-Setup von Numark schon deshalb hervor, dass es mit diesem Produkt die Laptop-DJ-Sparte außen vor lässt. Hinter der kruden Bezeichnung iCD DJ in a Box verbergen sich zwei NDX 200 CD-Player, ein iM1-iPod-Mixer sowie die nötigen Anschlusskabel. Sogar ein Kopfhörer ist mit dabei. Aber der Reihe nach.
Mit dem NDX 200 finden die kleinsten der CD-Player-Reihe ihren Platz in dem Setup und ist dementsprechend spartanisch ausgestattet. Neben den üblichen Bedienelementen wie Play, Pause, Cue, Pitch und Co. können mit dem NDX zudem Loops erstellt werden. Statt eines Slot-In-Laufwerkes kommt eine Lade herausgefahren, was Einsteigern aber ausreichen dürfte.Gefressen werden allerdings nur CD oder CD-Rs mit Audio-Daten, keine MP3s.
Dieses Manko macht der 2-Kanal-Mixer mit iPod-Dock wieder wett. Denn die digitalen Files kann man bequem vom Apple-Player laden und mixen. Allerdings nur auf dem zweiten Kanal des Mixers und auf Leckerlis wie Pitch und Loop muss man konsequenterweise ebenso verzichten. Für einen kurzen Track-Drop, für den keine Zeit mehr blieb, um ihn auf CD zu brennen, trotzdem sehr praktikabel.
Zwei Besonderheiten bleiben noch zu erwähnen. Zum einen kann der eigene Mix auf den angedockten iPod mitgeschnitten werden und zu dem Bundle liefert Numark den Starter-Kopfhörer HF-125 mit. Das Erscheinungsdatum des Sets steht – ebensowenig wie der Preis – noch nicht fest. Letzterer dürfte aber bei rund 450 Euro liegen.
Am vergangenen Wochenende wurde das kleine B an der Spree zur Ostdeutschen B-Town. Breaker und Gäste kamen von Nord, West und Süd um in Bautzen zu Battle Of The East anzutreten. Zeitgleich fand hier das Finale der Vita Cola Kingz Of The Circle statt – 1 zu 1 – Mann gegen Mann/Frau. Mehr lesen »
Während des Sommers schließt der zackigste Laden im Osten seine Floors. Logisch, dass die Dresdener Triebwerk-Crew vorher noch einmal tief in den Zauberhut greift. Neben einer mit neuestem Scheiß bestückten Armada an lokalen Plattendrehern, stehen Adam Weishaupt, Patrick Lindsey und Neil Landstrumm (Foto) auf der Playlist. Am 3. Juli geht’s los.
Weit mehr ein Dutzend Pseudonyme hat Thomas P. Heckmann in seinen gut zwanzig Jahren als Produzent und DJ verbraucht. Er gilt nicht nur deshalb als Trilobit unter den elektronischen Musikcharakteren. Ob minimalistisch dreckiger Technosound, voluminöse Ravegewitter oder shaky Housetunes: Heckmann rules.
Schön, den guten Mann mal wieder zu einem Open Air im Osten hören zu können. Am ersten Juli-Wochenende steigt nämlich das Proximity Open Air an den Schlegler-Teichen. Eine schicke nicht zu massenüberlaufende Lokalität im Schnittpunkt der Städte Löbau, Görlitz, Zittau und Bautzen. Dabei ist auch der schwurbelige Daniel Stefanik. Sollte sich also lohnen.
Wer vom Oakenfold-Video nicht genug hatte, das auch ohne den gefakten Sound lustig genug ist, hier dasselbe Spiel mit Tiesto. Ich sage nur: “Flawless Mix”.
Bei arte tracks in dieser Woche (Samstag 3.00 Uhr oder online) ein kleiner Bericht über Visuals auf Partys. Im Mittelpunkt: Otto von Schirach mit einem Mix aus Grindcore, Jungle, Gangsta Rap und Glitch. Die begleitenden Visuals steuert Videokünstler Motomichi bei, der nur mit den Farben Schwarz, Rot und Weiß arbeitet. Schick.