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Fuckpony – “The Dark Side Of The Pony Part 2” wird diesen Monat rauskommen. Auf der EP sind 2 Tracks (“Flower” und “Cold Slave”), der Sound ist … na sagen wir mal „zeitgemäßer oldschool“ ( haha ) und zielt direkt auf den Tanzfloor.

Hinter dem lustigen Namen „Fuckpony“ verbergen sich der aus Amerika stammende Jay Haze, der zumindest hier in Berlin schon das eine oder andere Liveset gespielt hat, und ein Schweizer namens Samim. Zusammen haben sie bereits das Album CHILDREN OF LOVE (GPM CD 009), sowie eine Reihe von EPs veröffentlicht.

Fuckpony versuchen, den Sound “alter Schule “ mit neuer Produktion und zeitgemäßem Ansatz zu verbinden. Elemente wie elektronische Claps mit Hall-Effekten, die man nun eigentlich längst im musikalischen Archiv vermutet hatte, tauchen nicht nur auf der aktuellen EP auf, sondern stehen für den Ansatz der beiden Musiker.

So bleibt auch der Synthie-Sound auf Track 1 („Flower“) bewusst unspektakulär, klingt fast ein bisschen zu „80er“ für meine Ohren, verfolgt aber dabei nur minimale Melodien. Direkt zum Einstieg drängt sich auf die ersten Loops plötzlich eine schräge Fläche nach vorn, wird derbe laut und Du denkst noch: „ Wow, gleich kommt der Monsterbreak“ – Aber nix. Die Fläche verklingt und der Loop blubbert unberührt und plötzlich irgendwie zu leise weiter. Hab ich nie verstanden, warum jemand ne Spannungskurve programmiert um dann am Höhepunkt einfach Bass + Kick wie vorher weiterlaufen zu lassen.  Später kommen dann noch die beschriebenen Clap-Sounds dazu, einige Variationen und kleinere Breaks, aber ohne große Aufregung und für mich mit zu wenig Elan und Feuer.

Track 2 („Cold Slave“) startet auch mit ner knackig-kurzen Bassline und gewinnt an Attraktivität durch ein langes, leicht verzerrtes Sprachsample, auf dem es irgendwie um Copyright und Musik zu gehen scheint. Meinetwegen. Das ist jetzt nicht die allerneueste Idee um ein gleichförmiges Stück abwechslungsreicher zu machen, aber es funktioniert auf dem Dancefloor wahrscheinlich. Musikalisch ist „Cold Slave“ dem ersten Track ähnlich: kühle Sounds, die minimal variiert werden, formen ein repetitives Stück ohne große Überraschungen. Alles in allem nicht schlecht, aber weder ein “burner“, noch besonders faszinierend.

>>> fuckpony.com 


Autor: Carsten
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