Grafiktablett für DJs: Nextbeat von Wacom

Wacom erfreut nicht erst durch ihre Intuos-Tablet-Serie bei Grafikern großer Beliebtheit und führt auf dem Gebiet ergonomischer druckintensiver Eingabe-Steuerung. Da erscheint es schon ein wenig verwunderlich, dass diese Erfahrung erst jetzt auch in andere Bereiche vorstößt.

Mit dem Wacom DJ Nextbeat Controller erhält man eine All-In-One-Lösung für DJs, die immer schon neidisch auf ihre Digital-Kollegen schielten, aber einem Wechsel skeptisch gegenüberstanden. Zugegeben, die Timecode-Geschichte spielt nur als Übergang eine Rolle und dürfte innerhalb eines Jahrzehnts ein abgegessenes Thema sein.

Wacom geht mit dem Nextbeat einen großen Satz in die richtige Richtung. Ein intiutiver Controller für digitale Files (der Nextbeat schluckt MP3, WAV, AIFF und AAC), der auf den ersten Blick mit all den bunt blinkenden und fipseligen Buttons anmutet, wie eine Steuereinheit aus der Enterprise-Brücke. Muss er auch, denn der dicke Klumpen vereint in sich zwei Turntables, einen Zwei-Kanal-Mixer sowie eine Effekteinheit.

Abgesehen von der Bedienung, die nach gewisser Übungszeit schnell von der Hand geht, bringt das Nextbeat noch ein schickes Killerfeature mit. Auch wenn es im praktischen Einsatz kaum Verwendung findet dürfte, ist es schon etwas fürs Auge, wenn der DJ die Kontroleinheit des Gerätes abnimmt und damit Instrumentenlike durch die Crowd hüpft. Alle Signale werden drahtlos zum Mutterschiff übertragen. Fehlt nur der Kopfhörerausgang, der sich nur direkt an der Docking-Station befindet. Ein Mix-On-The-Floor dürfte dadurch eher schwer fallen.

Abgesehen von diesem kleinen Mangel (der in Folgeversionen sicherlich behoben wird) und dem recht hoch anmutenden Preis ist das Wacom DJ Nextbeat der bisher zukunftsträchtigste DJ-Controller und hat damit eine ganz neue Richtung vorgegeben, an denen sich andere Hersteller und deren Geräte messen lassen müssen.

>>> nextbeat.net

Foto: Wacom
Autor: Daniel
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