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Unbekannte Gesichter hinter den Plattentellern, frische Musik aus den Boxen, eine Stimmung von Neuem, Aufbruch, Fortschritt… Oder doch: verrissene Übergänge, nur Hits auf dem Plattenteller, gähnende Langeweile…??

Zwischen Hoffen und Bangen bewegten sich die Erwartungen, als wir zum Viertelfinale eines DJ-Contests aufschlugen. Electro sollte kommen. Also Electrohouse. Beim Eintreffen hörten wir die letzten Klänge von Mi:To. Nicht sehr ermutigend. Klang irgendwie nach dem Abklatsch eines Northern-Lite-Abklatsches. DJ-Wechsel und Stepzen durfte eine halbe Stunde lang sein Bestes geben. Sauberes Mixing aber eher beliebige Musik irgendwo zwischen Electro-House und Tech-House. Egal.

Nächster Wechsel und das Duo audio sidekicks an die Teller. Minimal. Feiner Minimal. Sehr schöne Musik, wenn auch nur gering mit Elektro verwandt. Egal. Die Platten, das Mixing und die Begeisterung der beiden stimmten. Bitte mehr davon! Ole W und DJ Ridoo waren die nächsten, die sich präsentierten. Das Mixing ohne großes Holpern aber auch hier die Musik weder wirklicher Elektro noch etwas sonderlich Neues.

Dann DJ T-Masch: Eine richtige Elektro-Platte mit Breakbeat und einer Fläche gleich zu Beginn. Das machte Lust auf mehr. Doch T-Masch hatte anderes vor und absolvierte eine Reise durch sein musikalisches Spektrum. Über TechHouse und House kam zum Schluss sogar eine technoide Platte. Chic! Leider war in der halbe Stunde eine solche Reise für den geneigten Zuhörer etwas zu bunt.

Als letzter durfte Clitchlutcher ins Rennen. Er machte seine Sache gut. Tolles Mixing, mitreißende Minimal- und TechHouse-Platten. Auch hier am Anfang wieder eine echte Elektro-Platte.

Es gibt also doch das ein oder andere Talent! Die Jury sah die Sache ähnlich wie ich und erklärte Clitclutcher vor den audio sidekicks und DJ T-Mash zum Sieger. Etwas mehr Elektro, Breakbeats und Ähnliches hatte ich mir zwar erwartet, aber wenigstens blieb eine Flut aus Hits und nervtötenden Electro-House aus. Nachdem der Contest zu Ende war, übernahm diesen Part jedoch gleich Jason Amador. Mit einem Hitfeuerwerk. Da wurde einem wieder bewusst, dass man nicht in einem Club sondern einer Bautzner Diskothek war.

>>> snapscouts.de 


Autor: Robert
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