Sonntagmorgen und ich fahre von der Party heim. Der Radio-Moderator erzählt etwas von der Eltron-Scheibe „Muse“, seine persönliche Hymne des Sommers und das Eltron gerade angerufen hat und sich bedankte. Mensch, das Teil liegt ja noch ungehört daheim – also schnell mal reingehört.

Die A-Seite ist der Dave DK-Mix von „Muse“. Der Track entwickelt sich sehr langsam mit einer Fläche, die zunächst vorsichtig, später dominant auftritt und kurzzeitig eine Melodie preisgibt. Dann taucht der Track wieder in die Welt des digitalen Tons ab, um wieder die Melodie aufsteigen zu lassen. In der Tat eine Art Sommer-Hymne. Fein gemacht.

Auf der Rückseite gibt es erst eine Acapella-Version von Itsmy. Das Vocal wird technisch reichlich tracktiert und entwickelt gar einen eigenen Rythmus – insgesamt aber viel zu verspielt.

Die Orginal-Version von Itsmy schließt sich an. Treibender gerader Rythmus, das Hallgerät reichlich gebraucht – für den Beat und für die Vocals. Überzeugen kann der Track nicht. Auch weil die Sounds mich irgendwie an Großraumdiskos erinnern.

Zum Schluss dann das Orginal von Muse. Fängt mit einem Kraftwerksample an und es kommt ein kurzer organischer Chord – klingt nicht ganz gewöhnlich aber erst mal auch nicht so bewegend. Der Track entspinnt sich langsam. Ein dezenter, aber latent vorhandener Druck. Spätestens als der Chord in eine Art Synthie-Streicher umkippt, fängt es an zu fetzen. Dann setzt die warme Fläche mit großer Klanggewalt ein und zeigt, warum das Lied zum Sommer gehört. Die Themen des Liedes wechseln sich noch weiter ab und ergeben ein gutes Ganzes.

Insgesamt eine sehr durchwachsene Scheibe.

>>>  dj-eltron.de 


Autor: Robert
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