Technofee in Hoyerswerda – Marusha spielte artig und fein

Montag, 10. Juli 2006 11:23 Uhr
Beitrag in Partyreview von Daniel 220

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Marusha in Hoyerswerda. Wild diskutiert wurde die Veranstaltung ja schon im Vornherein und nehmen konnten wir es uns nicht lassen, der Techno-Propagistin einen Besuch abzustatten. Hier unser Resümee des Abends.

Die mit Dia-Visuals gespickte Location durfte man für nur 5,- Euro betreten, angesichts des Stargastes ein sehr angenehmer Preis, der auch die Gäste überzeugte. Drinnen recht warm und nach und nach auch mit mehr und mehr Clubgängern gefüllt.

Ich verwende bewusst dieses Wort mit Hinblick auf die News-Diskussion bei uns, denn das angesprochene erwartete Disco-Partypartypublikum war nicht bzw. nur sehr wenig vertreten, was wohl einer Disco-House-Veranstaltung in unmittelbarer Umgebung zu verdanken war. Viele ältere Fans von damals gaben sich ein Stelldichein, sodass ein bunt gemischtes Publikum vertreten war.

Musikalisch begann Miss Sunshine die bis dato noch leere Tanzfläche zu bespielen. Angesichts der Gäste und Erwartungen wirkte ihr Sound deplatziert. House aus Charts & Co. riss hier niemanden vom Hocker und als WarmUp war es sowieso zu heftig. Zu aller Erleichterung merkte die Gute das noch und erwischte nach Mitternacht noch die Kurve zu technoideren Rhythmen.

Gegen 1.00 Uhr dann der Wechsel. Marusha übernahm und spielte schöne solide Kost. Nach und nach füllte sich die Tanzfläche zu ihren Tracks; größtenteils sehr klare und wummige Techhouse und Technosachen. Zum Thema Mixing, wie schon bereits von einigen im News-Artikel angedeutet, kann man nicht viel sagen. Nahezu jeder Übergang war als Patzer zu werten. Angesichts der hohen Qualität der gespielten Platten aber ein Manko, dass man noch verschmerzen konnte. „Somewhere Over The Rainbow“ allerdings, hätte sich die Rave-Satellite-Moderatorin sparen können.

Die Überraschung nach Marushas Set-Ende. Die Tanzfläche blieb voll. Steve Ray (Martin 030?) machte da weiter, wo die Fritz-Ikone aufhörte und servierte knackig fetzige Beats, die Gästen hatten sichtlich ihren Spaß.

Bewies die Veranstaltung also: Clubkultur geht in Hoyerswerda (auch wenn es als Meinung von mir als lokaltreuer Hoyerswerdaer nicht ganz objektiv erscheint) und zwar so gut, das man sich so etwas öfters wünscht.

>>> marusha.de 

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