PopUp Leipzig 2007 – Samstagabend

Montag, 14. Mai 2007 20:07 Uhr
Beitrag in Partyreview von Daniel 247

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Und hier mal das Kreuz und Quer am Samstag zur PopUp in Leipzig. Moritzbastei, Buddha Art Gallery und Distillery.

Moritzbastei
Nach dem samstäglichen Standardprogramm
„AusschlafenEssenShoppen“ statteten wir am frühen Abend der Messe noch schnell einen Besuch ab. So richtig Lust hatten wir nicht, darum nur ein schnelles Herumschauen in der überfüllten Halle. Frischmachen, gepflegtes Abendmenü und in einem langen Spaziergang bis zur Moritzbastei. Auf drei Floors gab es hier eigentlich alles. Die Bands interessierten uns nichts so besonders. Dann eher schon der PhantomNoise-Floor. Nunja. Ich finde es immer wenig aufregend, wenn sich Leute hinter ihrem Laptop verkriechen und dort bissl rumschrauben. Auch wenn drei Herren nebeneinander dasselbe tun, erhöht sich der Interessantfaktor nicht wesentlich, also nochmal im Disko-Floor geschaut. Sehr gut. Irgendein DJ (keine Ahnung) spielte eher die deeperen Hits, aber mit einer sauberen und schnellen Art des Mixens garniert, dass die Respekt-Punkte nur so auf ihn niederprasselten.

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Buddha Art Gallery
Zielsicher kreisten wir dann
den Kaufhaus-Club in der Leipziger City ein, um ihn dann endlich zu betreten. Nach ein wenig Warten flugs hinein in das verwinkelte Etablissement. Alles in warmen Rottönen und kontrastigem Weiß gehalten. Sehr edel und dementsprechend auch das Publikum. Ein Hort der Schönen. Bei unserem Eintreffen auf dem Mainfloor Patrick Franke. Eine recht ordentlicher Mittelweg zwischen Clubmusik und Electrohouse-Mainstream. Etwas lahm, aber man wollte Hell sicherlich nicht den Einsatz verderben.
Auf dem kleinen Floor derweil langweiliger Minimaltechhouse. Da fehlte der Pfiff und gerade zwischen 1 und 2 Uhr glichen sich die beiden Floors musikalisch wie ein Ei dem anderen. Hier hätte etwas differenzierte Musik laufen sollen. Plötzlich leerte sich alles und strömte in Richtung Mainfloor. Ok, Hell muss da sein. War er auch. Man hörte es schon: Zackiger und schneller der Sound, perfektionistisch gemixt und frenetische Massen. Aber irgendwie wirkte trotzdem alles wie in einem falschen Film. Das Publikum, die Lokalität und der DJ. Es passte zwar, aber es harmonierte nicht. Kurzum, diese Lokaität passte in keinster Weise zum PopUp-Konzept, da konnte auch kein Hell etwas daran ändern.

Distillery
Darum auf zur letzten Station
unseres PopUp-StellDichEins. Die Mini-Promoaktion kam uns gerade recht und der freundliche Fahrer flitzte mit uns von der City zum Kult-Club in der Südvorstadt. Hier merkte man doch wieder, was das Clubleben ausmacht. Man fühlte sich sichtlich wohler. Die Bedienung an der Bar kann man als die schnellste in der ganzen Stadt bezeichnen. Das macht schonmal gute Laune, sofern man sie nicht sowieso schon hatte, denn im oberen Bereich war der Detroiter Derrick May am Werkeln. Obwohl es mir ja eher der Chicago-Sound antut, hatte mich sein Set voll und ganz überzeugt. Das Mixen in den Mitten mit rausgedrehtn Bässen (eine amerikanische Eigenart) kam sehr gut an und der fast inflationäre Einsatz von Effekten (am DJM800 hätte wohl niemand davon lassen können) passte zu den rohen Soundgerüsten, wie die Faust auf’s Auge. Dazwischen immer wieder ein paar Klassiker aus den frühen Neunzigern: Warm um’s Herz.

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Auch der Keller überzeugte und zeigte jedem bei Betreten wo die Harke hängt. Viele drehten sofort nach Entern der Floors wieder um und entschwanden für immer nach oben. Es war auch wirklich laut, nicht belastend, eher druckvoll und shakend. Alles vibierte. Der LIVE-Act mit Plastikmaske (keine Ahnung wer), eine Mischung aus Hardcore und fettem Techno, lotste mit zackigem Sound nach und nach die Leute auf die Tanzfläche. Nach ihm dann ein kurzer Break. Die Tanzfläche wurde kurzerhand fast leer. Ohne Mühe füllte der nachfolgende DJ nach und nach jedoch mit attraktivem bollergierem Brighton-Sound den Tanzboden.

Fazit
Dass die PopUp von Mal zu Mal professioneller wird, merkt man auch ohne großen Nachdenken. Bei genauerem Hinschauen und der Abendpanung fällt einem auf: Die gute Künstler-Mischung aus bekannt und neu sowie die Musikstyles in den Clubs und Locations waren besser verteilt und aneinander angepasst. Zeitlich und auch vom Style her gab es kaum Überschneidungen und Gehetze von Party zu Party. So konnte man sich Zeit lassen und den Freitag und Samstag genießen, ohne etwas zu verpassen.

>>> popup-leipzig.de

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