Ach nicht schon wieder, denk ich mir, die Platte fängt ja an wie jede stinknormale Minimal-Knister-Klongs-Ratter-Zisch-Scheibe. Aber dann geht es Gott sei Dank überraschend anders weiter. Ruhig, langsam, dennoch anstrengend und kein bißchen seicht, werden verschiedene Elemente elektronischer Musik aufgearbeitet und neu verwoben…

Helvetikones „Nothing“, ziemlich frickelig, hibbelig und noch mit einem gerade-noch-four-to-the-floor-beat, verbreitet dann doch eine entspannte Atmosphäre. Als A1 durchaus akzeptable Musik fürs ganz gemächliche Tanzen.

„Don Knispel“ von Boger macht seinem Namen alle Ehre. Der Track knispelt langsam los, um dann mit einem astreinen Breakbeat loszuschlagen. Im gemächlichen Tempo versteht sich – wie der Rest der Scheibe auch. Es entwickelt sich ein leicht paranoider Track, der Sounds aus den 90ern so stark ausreizt, dass doch etwas Neues entsteht.

Auf eine derbe Art funky kommt „How To Get A Basket“ herüber. Menu:Exit verbindet einen dicken Breaktbeat, ein schniekes Sample und einen Mann, der im Hintergrund ein paar Toasts zum Besten gibt.

Mit Miwons – „Make My Day“ wird es technoider, auch wenn der Beat gebrochen bleibt. Der Track schiebt ordentlich los und lässt dann ganz dezent einige Ambient-Elemente auftauchen, die langsam die Oberhand gewinnen. Sehr schön anzuhören und für den DJ sicherlich ein taugliches Gerät, wenn man etwas runterfahren möchte.

Und wieder ein kleiner Stilwechsel. Verspult, fricklig, nervös geht es weiter. Erinnerungen an ein Minimalset, bei dem der DJ die Finger vom Effektgerät nicht lassen kann, werden bei „Hazelnut“ wach. Aber irgendwas ist in Jeff Pils‘ Beitrag anders: Na klar – die Breakbeats schon wieder. Insgesamt sehr anstrengend das Stück. Immerhin ein witziges Pseudonym.

Den Abschluss bildet Helvetikones zweiter Track auf dieser Scheibe „Komm und Geh“ mit verpeilt vor sich hin blubernden Beats und Klängen. Eine Fläche nimmt dem Lied zum Ende hin die Spannung. Gelungen.

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Autor: Robert
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