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Soulig weicher und gefühlvoller House aus Deutschland ist nicht gerade in üppiger Menge erhältlich. Die hiesigen Labels, die diesen Sound supporten kann man an einer Hand abzählen und GoGo Music steht da federführend an der Spitze.

Gründer des bayerischen Labels ist Ralf Gum, der seit Beginn der 90er dabei und einer der großen Verfechter deeper Housemusic ist; und nach vielen Single-Veröffentlichungen nun endlich einen Longplayer auf den Markt geworfen hat.

Der Elf-Tracker verwundert schon einmal durch seine etwas andere Komposition. Keine lose Aneinanderreihung von Titeln sondern ein durchgängiger 60minütiger Track, der die einzelnen Themen nahtlos verbindet. Diese Idee ist zwar nicht sonderlich neu, aber hierzulande dennoch selten und dürfte sich großer Aufmerksamkeit gewiss sein.

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Grundtakt ist natürlich immer die Housemusik, die sich über die einzelnen Subgenres wie Afro, Brazil oder Latin ausbreitet. Die Featuring-Liste ist länger. Ob Vocalisten oder Produzenten, die Vielfalt ist enorm und gibt jedem Track seine eigene Seele. Während „Warrior“ oder „Kissing Strangers“ langsam ankurbeln sorgt ein herrlich geflötetes Broken Beat „Parachute“ (feat. Oliver Leicht) für sommerliche Leichtigkeit.

Ab Mitte des Albums wird es zunehmend funktioneller und die Beats klarer. Der Weichheit der Titel tut das keinen Abbruch. Wunderbar: „Searching“ und „Baby Let Me“ mit männlichen Sängern, die nicht in Schnulzigkeit abdriften, wie es sonst ja oft der Fall bei Male-Stimmen ist.

Die Perle versteckt sich am Ende von „Uniting Music“. Diamonddancer singt nicht, sondern spricht einfach. Leichter Hall und ein zarter glockenähnlicher Loop sind die Basis. Ergebnis: Verdichteter smarter Groove in vier Minuten. Bestnote.

>>> gogo-music.net
>>> myspace.com/ralfgum


Autor: Daniel
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