Mathias Schaffhäuser «Coincidance»

«Coincidance» von Mathias Schaffhäuser ist etwas für Minimalisten. So könnte man es schön sagen. Während «November Reign» [01] noch das gewisse Etwas hat, weil es blubbert, knistert, und doch kickend ist, verliert sich die Energie dann zusehends, wenn man sich tiefer in das Album hineinhört: zu minimal, zu repetitiv ­ der rote Faden verschwindet zwischen minimalistischen Groove-Arrangements und Synthie-Sounds.

So knallt beispielsweise der Titeltrack [11] nach kurzem Frickel-Intro mit einer ordentlichen Bassline ganz anständig los ­ aber dass die über 6 Minuten hinweg fast unverändert durchbrummt, ist dann doch irgendwann zuviel. Das Cover-Artwork kommt betont naiv-unkonventionell daher, kann aber nicht rundum überzeugen. Als Gesamtkunstwerk betrachtet scheint mir die Platte zwar gut gemeint, aber nicht immer überzeugend gemacht. Zu wenig Herz, zu selten richtig packend, im Ganzen irgendwie zu schmal: Wer hier Schaffhäuser a la „Hey Little Girl“ sucht, der wird wenig Freude an «Coincidance» haben. Ohne Zweifel funktionieren die meisten Stücke auf dem Dancefloor, aber trotzdem ­ auf volle Länge überzeugen kann mich das Album nicht.


Autor: Carsten
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