Martin Eyerer & Benno Blome «Pianoroll»

Cool. Piano im Namen kann nicht schlecht sein. Was soll man da falsch machen, dachte ich. Ein Klick auf die bereitgestellte LoFi-Version des Tracks brachte jedoch Ernüchterung. Leute, so etwas Schlechtes habe ich wirklich sehr sehr lange nicht mehr gehört.

Die Idee an sich ist ja nunmal nicht so übel: Ein klassischer 4/4-Beat wird von einem Pianospiel begleitet. Freejazzmäßig könnte es da so richtig abgehen. Von ruhigem Intro bis hin zu fetzigem Höhepunkte, imposanten Breaks… St. Germain oder Kevin Yost haben mehr als einmal vorgemacht, doch was machen Eyerer und Blome? Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht.

Das Pianospiel an sich mag ja gut sein, hat aber kaum Rhythmik und passt wirklich ganz und gar nicht zu dem Takt, den einzig und allein eine Bassdrum vorgibt. Es hat den Anschein, als wenn hier im Puzzleverfahren gearbeitet worden ist: Zuerst im stillen Kämmerlein ein knapp fünf-minütiges Pianosolo eingespielt, importiert und zack auf die andere Spur eine simple Bassdrum gezogen. Sollte es sich umgekehrt abgespielt haben sein, müsste mal jemand ganz schnell Piano zum Takt spielen üben. Hihats, Claps, Snares und so weiter fehlen dem Track ebenso wie der Flow und somit ist diesem nur ein Daumen nach unten zu bescheinigen oder eine Sechs minus oder gleich ein Platzverweis.


Autor: Daniel
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