Abe Duque – Don’t be so mean

Mal wieder flatterte auf den elektronischen Gabentisch eine bemerkenswerte neue Veröffentlichung, die Euch natürlich nicht vorenthalten werden soll. Die Rede ist vom dritten Album des New Yorker DJs und Produzenten Abe Duque. Wenn Ihr seid wie ich, dann habt Ihr den Namen schon mal gehört, könnt Euch aber grad nicht an die Musik erinnern ;-)

„Don’t be so mean“ überrascht mit einer verdammt guten Mischung aus groove-betonten Arrangements und trotzdem feinfühliger Stimmung. Zwar zielen alle Tracks deutlich auf den Dancefloor, aber die manchmal anklingende Kühle des industriellen Hintergrunds bleibt immer Beigabe, wird nie tragendes Element. Statt dessen kleiden die meisten Stücke ihren Drive in fast schon wie von Trentemöller klingende, warme Sounds. Das verleiht dem gesamten Album nicht nur einen durchgehenden „roten Faden“, sondernverleiht jedem einzelnen Track eine „Deepness“, die eben nicht nur in die Beine geht.

Wenn Abe Duque es, wie bei „Getting there“ oder „Forever Untitled“, etwas ruhiger angehen lässt, werden die Tracks fast verträumt geheimnisvoll, ohne jedoch in kitschige Gefilde abzuschweifen. Im Hintergrund bleibt stets ein zwingender Groove, auch wenn dein Körper sich nicht bewegt und nur dein Geist reist ;-)

Hervorzuheben wären noch die beiden Kollaborationen mit Blake Baxter („Let’s take it back“ und „Wake up“), die eine sehr typische Baxter-Note erhalten und trotzdem gut ins Konzept passen. „Let’s take it back“ ist für mich ohnehin der beste Track des Albums und mein Anspieltipp für die Scheibe.


Autor: Carsten
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