Summer Spirit 2009 – 11 ELEVEN

Das für mich voraussichtlich letzte OpenAir Festival in diesem Jahr sollte durch eine glückliche Fügung das Summer Spirit 2009 werden. Auch wenn das proppevolle LineUp mir zum Teil nur wenig sagte und die Acts, die ich gern gehört hätte, teilweise schon am Freitag gespielt hatten, ging es dennoch voller Erwartung am Samstag gegen 19:00 Uhr auf den Weg in’s schöne Brandenburg.

summerspirit_02Kaum hatten wir die Sächsische Landesgrenze verlassen,
verdunkelte sich der Himmel dramatisch. Dabei hatten doch alle Wetterkanäle zuvor gutes Wetter vorausgesagt. Ok, kleine Niesler nördlich von Berlin – aber hey, von Weltuntergangsstimmung war keine Rede. Hinter uns der Himmel blau, vor uns eine schwarze Gewitterwand mit ersten Vorboten. Toll … sollte dem Summer Spirit dasselbe Schicksal widerfahren, wie all den anderen verregneten Events in diesem Jahr? Wir lassen es drauf ankommen. Augen zu und durch.

summerspirit_03Immer die Wolkenbewegung im Blick und auf regennasser Fahrbahn Richtung Abfahrt Luckau. Öhm, wie jetzt… Umleitung? Luckau gesperrt? Das Navi brüllt … „Nach Möglichkeit bitte wenden!“ Ok, also zurück und der Umleitung folgen. Mir fällt der Radio Spot von Fritz wieder ein „Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen …“ Schmale Straßen, dunkle Wälder und vereinzelte Ortschaften, in denen umweltbewusst ab 18:00 Uhr das Licht abgestellt wird – gespenstisch.

summerspirit_011Eine Rehfamilie quert die Straße.
Zum Glück hat uns eine hell aufleuchtender 70 km/h Hinweis rechtzeitig zum Abbremsen aufgefordert.
Puh … noch mal Glück gehabt!

Eine weitere Umleitung fordert noch mal alles und schickt uns erst mal in die falsche Richtung.  Super … und was will eigentlich die Polizei hinter uns? „Fahrzeugschein und Papiere bitte …“ brummt uns ein Beamter entgegen. Nach kurzer Aufklärung über massive Geschwindigkeitsüberschreitung, entsetzten Gesichtern und Gestammel „öhmm … war uns gar nicht bewusst, sorry, ham uns hier ein wenig verfahren … bla bla“ lies uns der Polizist mit einer Verwarnung weiterfahren und begleitete uns sogar bis zum Festivalgelände. Total nett!

summerspirit_04Nun aber los! Check-in bei der gebuchten Pension, Taxi gerufen und ab auf’s Festival. Hat ja nur drei Stunden bis hier her gedauert.

Die Party war bereits im vollen Gange und so ging es zügig rein ins Getümmel. Da ich es nun einige Jahre nicht zum Summer Spirit geschafft hatte, wirkte alles sehr professionell und machte einen guten Eindruck: überall bunt beleuchtete Bars, hier und da etwas zum Entdecken und natürlich die tollen Hangar mit kräftigem Sound.

summerspirit_05Teilweise offen,
andere wieder für den geneigten Schranzer abgeschlossen und verdunkelt. Insgesamt war es eine gute Mischung und man hatte die Qual der Wahl, auf welchen Style man sich nun die nächste Zeit einlässt.

Überraschend war der Sound von Rec de Weirl auf der Open Air Bühne: mitreißender Minimal Style ohne Schnörkel und Kompromisse. Nach weiteren Abstechern in die anderen Floors hat es uns dann besonders der Hangar 2 von den BRB-Allstars angetan. Durchweg genau mein Ding und wenn mal die Tanzbeine nicht mehr wollten, gab es genügend Liegestühle direkt auf dem Platz davor.

summerspirit_07Sehr viel Spaß hatten wir wieder einmal mit dem Tischkicker. Immer ein schönes Ding, um spontan mit anderen Leuten ein flinkes Match zu spielen. Zur fortgeschrittenen Stunde übrigens ein zuverlässiger Test ob die Augen dem Ball noch folgen können. Tun sie das nicht, kann man mit Katerstimmung am nächsten Morgen rechnen.

summerspirit_08Noch bevor die Dämmerung einsetzte, wurde es für uns Zeit zu gehen. Das Taxi brachte uns in die Unterkunft und ich war froh, endlich die Füße hoch legen zu können.

Ich freue mich auf viele weitere Festivals in dieser Qualität.
Für mich ist dieses Jahr jedenfalls Schluss mit Tanzen unter freiem Himmel.
Clubs Ahoi!

>>> summer-spirit.de


Autor: David
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