Soundtropolis Open Air auf dem Militärflugplatz Niedergörsdorf

Samstag, 14. Juni 2003 00:00 Uhr
Beitrag in Partyreview von Clemens 87

Am 14. Juni war es endlich so weit. Die Soundtropolis in Niedergörsdorf zog wieder tausende von Begeisterten der elektronischen Musik in ihren Bann.

Ohne jegliche Vorwarnung musste man, wenn man auf das Gelände gelangen wollte, sich aber erst einmal in der Ortschaft vor dem Flugplatz in eine riesige Schlange einreihen. Schon da feierten die ersten in Form von Gesang und den ersten Steppeinlagen zu den ein oder anderen laut aus den Autos hallenden Klängen.

Die Schlange zog einen dann aber recht schnell bis zum Car-Entry und man bezahlte stolze, aber erwartete 23,- Euro pro Person an der Kasse. Groß war der Parkplatz, auf dem sich auch einige Musikcamper breit machten, und so hatte man einen kleinen Fußmarsch bis zum Veranstaltungsgelände.

Die Musik hallte schon über und man konnte schon draußen das Spektakel erhören und den anderen Strobeblitz und Nebelmaschinenduft einfangen. Drinnen standen dann zwei kleinere und eine große Musikarena zur Verfügung. Das Line Up war mit den Headlinern Westbam, Monika Kruse und Chris Liebing einfach maximal.

Schwer in Sätze zu fassen war auch das riesige restliche Line Up. Der Musikstil war von den einzelnen Floors, so schien es, relativ unabhängig. So phrasierten die anderen, wie zB.: Gunjah im „Sensual District“ direkt und groovig. Viel gebrochene Elemente schallten aus dem Hangar und viele dankten es ihm mit Tanz und guter Laune. Sein Mix: zu bezeichnen als Wanderung zwischen House, BrokenBeatz und LowTempoTechno, sehr interessant.

Auch Die Raketen machten ihrem Namen alle Ehre. Diese spielten live und konnten zu dieser Zeit viel Publikum in den Central Park locken. Mit E-Rock Fragmenten und live gesungenem Vokal brachten sie musikalische Abwechslung in die Nacht und sorgten für einige heisere Stimmen die wenig früher noch gerne zu den minimal gehaltenen Texten mitsangen.

Westbam machte dann in seinem merkwürdigen Kostüm ab 5:15, wiederum im Central Park, ganz schön Betrieb. Sein Stil, um es kurz zu sagen „Westbamtypisch“, aber genial auf die Masse zugeschnitten und den ein oder anderen Tanzgeilen zum Rettungsdienst befördernd, im wahrsten Sinne des Wortes.

In der „Underground Bass Station“ ging es die meiste Zeit härter zu als auf den anderen Floors. Monika Kruse am frühen Sonntagmorgen, war eine der, die diesen Stil mit schnellen bassigen und knackigen Klängen mit ihrem Set unterstrich.

Die Verpflegungspreise waren openairgerecht, und noch recht human, und so sah man zum Frühstück eine hungrige Schlange vorm Würstchenverkauf, die bis zu späteren Morgen nicht abrechen wollte.

Die Brandenburg Allstars gaben dieses Jahr zur Soundtropolis wieder eine reibungslose Vorstellung ab. Ein breites elektronisch musikalisches Angebot wird die vielen Besucher befriedigt haben und man hofft auf eine nächstjährige Fortsetzung dieses Großevents.

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