Party im HTO Bischofswerda / Putzkau

Samstag, 28. Februar 2004 00:00 Uhr
Beitrag in Partyreview von Clemens 49

Die Parkplatzsuche ist immer am nervigsten, wenn man wieder mal der Feierei im HTO hingeben will. Ohne großes Gewarte an der Kasse, konnte man sich in das allzeit bekannte Gedrängel im HTO begeben.

Die Gänge standen voll. Erster Gedanke:“Gibts hier Bananen?“. Der Housefloor quoll über, die Luft bis auf Safaritemperaturen erwärmt. Einige hatten mit ihren Brillen eine ganze Weile nach dem Einlass zu kämpfen. Celsius, Luftfeuchtigkeit, und andere Faktoren, die bei solch zu bewundernder, vor uns geschehender Physik eine Rolle spielt.

Sichtruhe für jene, die ihre Brille angelaufen ließen, dafür jedoch einige schmerzhafte Erfahrungen machen mussten, was das Anstoßen an diversen Dekoteilen oder knöchrigen verschwitzten Technokörpern angeht.

Seines gleichen suchte auch diesmal eine gladiatorenähnliche Gestalt, die die Sicherheit im HTO-VIP mit monströsem Blick zu garantieren versuchte und sich davor wie eine Burg aufbäumte – lediglich die VIPs, durften hinein.

Eigentlich war alles so wie immer, der heutige Headliner und Gast Hardy Hard, sorgte aber für eine ausgesprochene sehr volle HTO-Technobude. Mit Schleifen, und hackigen Rockbeats, später dann immer schneller und härter, verschwand die anfangs noch träge Crowd, und verwandelte sich förmlich in ein Bewegungsareal für Schwitzende.

Im House machte derweil der junge Dresdner Manuel Gerres Betrieb. Sein Set war vom Mixing her Klasse, und auch von den gewählten Platten, schienen viele anzukommen. Er war elektrisch schnell unterwegs, und versorgte mit teilweisen Neopop und punkigen Newvibes die Crowd – gute Linie, die er fuhr.

Am Morgen blieben viele länger, weil HTO-Veteran Vinyl Junkie noch dran war. Und scheinbar lohnte sich dieses Warten, denn die, die rockten, schienen einfach nur glücklich – Der DJ machte seine Sache gut – wie gewohnt. Er ist nicht umsonst erstgewählter DJ im Jahrespoll geworden.

Auch die Rundumversorgung blieb sauber. Der HTO ist jedes mal anzurechnen, dass immer genügend Klopapier die hölzernen Toilettenwände verziert. So konnte jeder, wann er wollte.

Kommentare und Trackbacks deaktiviert. RSS 2.0

10 Kommentare

  1. Steffen schrieb:

    naja… größtenteils muss ich ja clemens recht geben, aber was auf dem house-floor lief, fand ich nicht so toll. das warm-up erinnerte mich mit den tollen samba-rhythmen eher an einen strand und was eine party angeht, vom tempo schon allein, eher an einen schönen gemütlichen chill, was auch die breite masse mit tanzverweigerung bestätigte. danach wurde es zwar schneller, aber ich will nicht behaupten, dass schöne platten gespielt wurden. eben das, was man immer hört. es gibt doch so viel schönes an musik, warum traut sich den keiner soetwas aufzulegen?! ok, es waren vereinzelt schöne stücke dabei, aber die konnte man an einer hand abzählen. getanzt wurde trotzdem, warum auch nicht, was will man sonst den ganzen abend für 10· eintritt machen. es gab mal zeiten, bei denen nur 8· verlangt wurden und da war das line-up wohl besser. aber alles wird teurer und die leute bezahlen es ja trotzdem…
    die meinung von clemens bezüglich des techno-floor kann ich nur bestätigen. sehr schöne musik, ob man es techno nennen mag, sei dahin gestellt. man hätte da einige platten auch locker im house laufen lassen können. aber dennoch sehr schön. noch kurz zu der deko – sehr schön. da steckt ne menge arbeit drin und wohl auch viel liebe zum detail. die hat mir am besten an dem ganzen abend gefallen. fazit des ganzen: so eine party muss ja geplant werden und da jetzt öfters eine im hto war, sollte man vielleicht überdenken, alles wieder ein bißchen gemütlicher zu machen und nicht alles mit der planung zu überstürzen.

    Mittwoch, 8. Juli 2009 | 16:22

  2. Houzetier schrieb:

    also ich fand es wirklich eine gelungene party. 10· sind zwar schon echt viel im vergleich zu den preisen von vor nem halben jahr, aber ich finde, diesmal haben sie sich mehr gelohnt als zu LaDiDa! Hardy Hard hat einfach nur ein hammer set gelegt. man hat ihm den spaß echt angesehn, was man auch daran merkte, dass er nach seinem gig nicht gleich abgehauen is wie manch andere, sondern die party genossen hat und früh sogar noch ne stunde im house randurfte. manuel gerres war größtenteils einfach nur schmuck! hat mir super gefallen!
    also ohne schleimig zu werden: die beste party auf der ich dieses jahr bis jetz war!

    Mittwoch, 8. Juli 2009 | 16:23

  3. Janes Naju schrieb:

    Ist es eine Freschheit mit die 10 · Eintritt. Darf das wohl nicht wahr sein! … Werde hto meiden mussen. Schließe mit den Worten von Dave Clarke: „Hey Freaks in the club, here’s your chance to dance, let’s go let’s go“ nur nischte mehr inne putzkau.

    (Kommentar wegen Beleidigungen gegenüber dem Veranstalter teilw. gekürzt)

    Mittwoch, 8. Juli 2009 | 16:24

  4. Manu schrieb:

    Nice Review Clemens !! „punkige New.Vibes“ :) endlich mal`n treffender Begriff für die Musik – ja, also kann nur zustimmen, die Party war wirklich geil und Hardy hat ne super Show geschmissen….und zum Thema „Entry“ – nunja 10 Euro hin oder her, vergleicht man das nur mal mit anderen Locations, vorallem in DD und stellt mal das Angebot gegenüber, dann findet das schon seine Rechtgertigung. HTO bietet ne individuelle Location, 2 Floors und 8 !! DJs an einem Abend die bezahlt werden müssen…. in Dresden bezahlt man gut und gerne auch solche Preise und bekommt 3 DJs vorgesetzt, zum Teil auch nur Locals und muss sich dann mit sowas zufrieden geben und hat da nicht 2 Floors und schon gar net ne Location die die Namen Club verdient….also mal in Ruhe überlegen was so die Preisdiskussion angeht, der Veranstalter muss ja auch leben können, nicht wahr? Rest in Peace – manu

    Mittwoch, 8. Juli 2009 | 16:24

  5. Thomas schrieb:

    @manu
    ich weis ja nicht in was für clubs du in dresden so gehst. ich hab es bis jetzt noch nicht erlebt, das ich in einem club in dresden mehr als acht euro bezahlt habe. wenn der eintritt dann mal drüber lag, war er auch gerecht fertigt, siehe laurant garnier oder dj hell.
    ich bin der meinung dass das eingetretten ist was ich schon beim letzten mal geahnt habe. wenn die leute einmal 10 euro bezahlt haben, dann tun sie es auch beim nächsten mal. irgendwann wird das dann zur gewohheit und es wird jedes mal so viel eintritt verlangt. vor der euro-umstellung hätte das kein veranstallter in der gegend sich erlauben könne, für zwei partys nacheinander 20 DM eintritt zu verlangen. da hat man schon mit den zähnen geknirscht wenn es mal 18 waren. und jetzt? ausserdem. zähl mal nach wieviele dj´s aufgelegt haben, die aus oder östlich von dresden kommen. ich zähle 5. mit dem doorkepper sind es sogar 6. von den 5 sind 4 residents. dich selber rechnen wir mal als indireckten resident. es ist ja bekannt das partybetrieb.de eng mit dem hto-club zusammenarbeit.
    bei manch anderer party wird für acht euro mehr geboten. und nur weil du als dj keinen entry bezahlen musstes, brauchst du das nicht okay finden.
    noch was. ein club wird zum club wenn er einer ist und das vermittelt was man sich darunter vorstellt und nicht weil es im namen steht. oder willst du damit sagen dass die pussytotalbar oder das kesselhaus in singwitz keine clubs sind weil sie es nicht im namen zu lesen ist?

    Mittwoch, 8. Juli 2009 | 16:25

  6. Manu schrieb:

    @ thomas
    also hab ja nicht behauptet das der sich rechtfertigt club status zu haben weil er sich so nennt, dass ist keineswegs so…für mich erfüllt er aber kriterien die ihn dem status zurechnen genauso wie pussy, kesselhau, nossi, parkhotel und so weiter und so fort……es geht auch net darum das ich als DJ dort war und nix zahlen musste – und du hast sicher recht wer einmal 10 euro zahlt macht es auch wieder,….dafür bekommt man meiner meinung nach aber wirklich qualitativ hochwertige sachen…..und was das lokale angeht der DJs,…so kommen zwar hardy, doorkeeper & co. aus östlichen gefilden rund um / in dresden….haben ja aber nationale wie große internationale belange was ihre referenzen angeht und sind nich „nur“ auf lokaler ebene bekannt….nehmen wir nur mal mayday gigs etc….
    und wo in dd bekommt man denn mal 8 DJs geboten auf 2 Floors und vorallem wo bekommt man Parties geboten die auch mal in den Nachmittag und noch länger hinein gehen ? Nehmen wir nur mal die „Otto Normal Parties“ like Terminal, German Club, Boxx, Parkhotel….also ich hab in letzter Zeit nicht erlebt das es wenigstens mal bis Mittag ging – am Sa. im HTO kam sogar Hardy noch in den House rüber ab halb acht und hat dort noch mitgedreht….ja….also für 10 Euro mindeste Partydauer 13 h….ich denke da is das Geld gerechtfertigt….letztens gabs in DD ne Party Im carolaschlösschen….Line Up : Dusk, Dic, Phase…Entry 9 Euro….Partydauer…5h….so viel dazu,…aber jedem seine meinung….rest in peace….

    Mittwoch, 8. Juli 2009 | 16:26

  7. Thomas schrieb:

    @ manu
    das ein hardy hard nach seinem set noch da bleibt, spricht eher für den menschen als wie für den club in dem er auflegt. und warum setzt du partylänge gleich eintrittsgeld?
    also ich bezahle eintritt für einen bekannten dj oder live act weil ich ihn gerne hören will, ich ihn gut find. mir ist es auch egal wie lange eine party geht. wieviel willst du bezahlen wenn eine party mal 24 oder 48 stunden geht. 20, 30, 40 euro?
    wieviele den leute sind den früh um neun noch auf ner party die zehn euro bezahlt haben das sie so lange geht? meist sind es doch leute die einfach noch nicht schlafen können, selbst wenn sie es wollen. ich erinnere da nur an die feuerwache partys. da hat man 5 DM bezahlt und konnte von samstag abend bis sonntag abend durchfeiern. nach deinen vorstellungen ein absolutes sonderangebot?
    bei partys wo das preis/länge verhältnis so schlecht ist wie bei deinem beispiel, sind das partys wo es eh nur ums geld geht. dort gehen leute hin bei denen geld eine untergeordnete rolle spielt. meiner meinung nach sind das auch keine clubs. das sind einfach nur veranstaltungen wo leute hin geht die versucht etwas darzustellen. musik oder der dj der diese musik macht ist dort vollkommen egal. dort zählt nur das trendig angezogen sein. oder wie geil der dj in die kamera poost. siehe reviewbilder von solchen partys.
    und dann sind wir immer noch bei nur 2 dj´s die nicht lokal sind. und so bekannt ist der doorkeeper nun auch wieder nicht. zumindest nicht international. ich bleibe bei meiner meinung. zehn euro für einen hardy hart sind einfach viel. selbst wenn es ein guter club ist.

    Mittwoch, 8. Juli 2009 | 16:27

  8. Manu schrieb:

    @ thomas…
    also ich glaube wir können das hier noch ewig weiterführen und kommen nicht auf einen nenner, wohl zu unterschiedliche partyauffassung – für mich zählt net nur der hauptact einer party, sondern einfach auch das gesamtbild der party – ich will spaß haben und das so lange ich kann…deswegen is für mich der spaß am größten wenn ich auch mal wieder parties erleben kann die länger gehen auf denen man 2 floors hat und ner menge djs – sowas vermiss ich in DD wirklich – auch eben dieses spezielle clubfeeling, so hätte ich auch kein problem damit gehabt 10 euro zu löhnen, und das sag ich net nur daher, sondern die party wäre es mir wert gewesen – dir eben nicht, das is ok, das is deine meinung und deine philosophie einer party eben anders….aber siehs mal so….der kostenfaktor is doch erheblich höher auf solchen parties like hto…die location is nicht sehr groß, schön familiär,….beide floors werden bis. minimum 9 oder 10 uhr beschallen, d.h. auf beiden licht und sound anlagen…djs und co….barleute sontiges personal….“normalen dd`ler“ locations ist so gegen 7/8 uhr schluss, gabs nur ein floor…einen soundanlage,….und 3 djs z.b. da war der entry vielleicht 8 euro oder so….ja also das verhältniss meinte ich….ich lad dich gerne mal ein auf http://www.partybetrieb.net zu kommen, da gibt es ein forum wo auch hto veranstalter posten mit denen kann du das auch gerne besprechen und wirst auch gehör finden, genau so wie du mich da findest und wir das da gerne fortführen können die diskussion um preise, parties, djs und co!! grüße manu

    Mittwoch, 8. Juli 2009 | 16:28

  9. Filius schrieb:

    @Thomas
    RESPECT, besser hätte ich es auch nicht sagen können. Ach ja die alten FEWA-Parties. 5Dm für nen Woody (around ’97)und das in nem 150 Mann Schuppen. Das waren noch Zeiten…schmacht. Zum Glück war ich nicht in der HTO….yez

    Mittwoch, 8. Juli 2009 | 16:28

  10. Sonne schrieb:

    schönes review clemens, wie immer.
    für mich war es kurz und knapp die schönste tazveranstaltung seit langem, die mir blasen an den füssen verschaffte und mich (zumindest im techno-floor und ab 8 im house) absolut forderte. thomas, würd dich am liebsten heiraten! hast ne sehr versierte einstellung und man merkt, dass du etwas von der sache verstehst. tschüssell

    Mittwoch, 8. Juli 2009 | 16:28


Diese Beiträge könnten Dich auch interessieren