Kilowatt Party im Castell Borthen bei Dresden

Freitag, 21. Februar 2003 00:00 Uhr
Beitrag in Partyreview von Clemens 53

Um die Kilowattära nicht zu vergessen, feiert man weiter. Ehemalige Mitglieder des Clubs trafen sich aus diesem Grund im Lokal Castell und luden alle, die sich mit ihnen an die vergangenen Zeiten erinnern wollten herzlich ein. Der sich inzwischen musikalisch eher zu den Berlinern zählende Doorkeeper, wurde im LineUp von Smash, den Popkidz und dem ehemaligen Kilowattresident Thomas Regler unterstützt. Smash stellte sich als erster dem bis dahin mäßig angesammeltem Publikum.

Danach legten sich die beiden Popkidz-Brüder ins Zeug, der eine mit smoothem Mix mit Vinyl, der zwischen Technohouse und LowTempo Techno anzusiedeln war, der andere passende Live-Melodien aus dem Rechner. Langsam begann sich das eigentliche Diskohaus Castell zu füllen, die Leute begannen sich tänzerisch zu betätigen und ihre Hüften zu schwingen.

Die Deko war sichtlich dem Event angepasst ­ initiiert und realisiert wurden diese Ideen ausschließlich von den Kilowattlern. „Nicht wieder zu erkennen, das Castell heute hier…“, antwortete mir eine, zum Stammpersonal vom Castell zählende junge Frau. Eine breite Palette an Scannern, Strobes und anderen Lichteffekt-Werfern sorgten für ein Erlebnis für das menschliche Auge. Auch nicht zu vergessen ist der Laser, der dem Ganzen den „i“-Punkt setzte. Viele groovige Dekodetails, die zum Teil aus dem Kilowatt übernommen wurden, gaben dem Ambiente den letzten Schliff.

Das sich auch durch kleine und größere Empore charakterisierende, mit einer typischen reichhaltigen Diskobar versehende und gut beschallte Castell reichte spätestens während des Gigs von Doorkeeper vom Tanzflächenplatz her nicht mehr aus. Die Leute pfiffen, schrien und eroberten nach und nach neue Bewegungszonen in Form der leichten, um die Tanzfläche liegenden Erhöhungen.

Doorkeepers musikalische Wanderung ging durch die Lockerheit des Funkyhouse, über die tiefen des Deephouse und Technohouse zu, zum Ende des Sets knackigen gebrochenen Beats.

Gegen 5.00 Uhr kam dann noch Thomas Regler zum Zuge und befriedigte die Fans der härteren Klänge. Schneller melodischer Techno, rein und geil, diente dann als Schlusssound und nach und nach verloren sich immer mehr Leute im Ausgang und man machte sich auch bald wieder auf die Socken.

PS.: Viele Umarmungen und herzliche Begrüßungen ließen erkennen, dass sich das, ehemaligst in der Nähe der Str.E liegende Kilowatt in Dresden und Umgebung als Szeneplattform etabliert hat(te) und noch sehr viele Anhänger hat. Nach dieser Party im Castell kann man nur eins sagen: „Auf ein Neues?“

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