Erleuchtung in der Disko

electrokey_pr2009

Der Samstagabend war scheißkalt. Darum blieb man mal in der Stadt und ging in eine Disco. Ist ja immer ein Erlebnis. Der Soundgarden in Hoyerswerda war an der Reihe. Nach der Übernahme der an Gästemangel leidenden Traghalle durch eine neue Party-Crew wurde ein Umbau beworben, der die Erwartungen in ungeahnte Höhen schnellen ließ.

Ich will nicht viel palavern: mehr als ein bisschen MakeUp für die Location war nicht drin. Alles sah imgrunde bis auf ein paar Projektionen so aus wie immer. Auf dem Hauptfloor spielte Casa Loco – der sonst eher zu den besseren Discohouse-DJs gehört – seltsamerweise Blackmusic, Electrohits und Schlager; und das gar nicht mal so gut. „Schuster bleib bei deinen Leisten“, sagt man doch so schön.

Der eigentliche Grund, weshalb ich mir das Review hier jedoch aus den Fingern sauge, ist der zweite Floor. Der war abgesehen davon, dass man dort beinahe erfor, recht angenehm. Das WarmUp bestritt ElectroKey, ein unscheinbarer DJ aus der östlichsten Provinz, der nun endlich seinen Sound gefunden zu haben scheint. Knalliger Techhouse im mittleren Geschwindigkeitsdrittel. Für ein WarmUp fast schon Verschwendung.

Nach ihm Jigga, der vor einigen Jahren das Duo Neoplexx bestritt, welches beim Publikum gnadenlos scheiterte und nach einem unterirdischen Vinylrelease deshalb schnell von der Bildfläche verschwand. Dort hätte er bleiben sollen, denn als Soloartist hatte er nur den üblichen Electrohousemus zu bieten. Logisch, dass die Tanzfläche leer war und dennoch überraschend, dass sich der Floor mit dem Rückwechsel zu ElectroKey schlagartig füllte. Schade nur, dass es von kurzer Dauer war, denn in dieser mannshohen Eistruhe hielt man es wirklich nicht lange aus.

Jedenfalls in Zukunft mal darauf achten, wo der gute Bube spielt. Soll nicht Euer Schaden sein.
>>> myspace.com/djelectrokey


Autor: Daniel
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