Dreierlei im Kesselhaus Singwitz bei Bautzen

Original Pressetext Intensivcrew: „…Scheiß Drauf! Scheiß Auf Slogans! Scheiß Auf Gestern! Gestern ist vorbei, heute ist heute. Wir haben genug von „Studio 54“ ­ Aufgüssengenug von den Schlachtrufen von irgendwann genug vom Versuch, irgendeinen „spirit“ von irgendwann noch einmal aufzukochen. Definiert Euch nicht darüber, was andere cool fanden. Scheiß auf cool. Darum geht’s uns nicht ­ es geht um Dich, um Mich, um Uns! Wo die letzte Lounge im Kleinen begann, da setzt diese Nacht im Großen fort…“

Und es wurde nicht zu viel versprochen, denn genau das oben Beschriebene bekam man zum dies-wöchenendlichen Intensiv-Event. Natürlich kamen wir wieder genau zu dem Zeitpunkt, als der Shuttle-Bus Partyhasen ausspuckte und die dicke Warteschlange sich um das Kesselhaus wand. Gemäß dem Konzept Dreierlei:

EINS:
Eins war oben. Housefloor mag man nicht sagen. Das letzte bisschen Disco wurde schon bei der Thomilla-Party rausgekehrt und das schuf Platz für feinen TechHouse, Minimal und paradisischem Pop-fernen Klängen. Ein dicker Tritt mit der Intensivsohle in die Ärsche der Fun- und Mäx-Gemeinschaft. Denn der Sound war derb und gar nicht so nach dem Geschmack der Chart-House (äähhh, heißt ja jetzt Dance, Entschuldigung) Freunde. Es war eng, stickig und laut, stur wurde jedoch kaum getanzt. Was der Bauer nicht kennt…

Junghanß LIVE haben wir leider verpasst. Das wars: Geduldiger Synthiepop mit 80s Anleihen. Depeche Mode lassen grüßen. Danach Steve Nash an den Playern und gleich wieder knackigere Rhythmen, die Freude auf die Gesichter eines Großteils der Gäste zauberte. Andere wiederum bockig in der Ecke oder mit Musik Wünschen am DJ Pult. Kein Witz.

ZWEI:
Der Singwitz-Keller zu den letzten Partys ja wieder zu altem Elan gelangt, bot auch im März eine fette Anlage, knallige Lasersimulatoren und natürlich feinste Musik. Was ihn mit einer Fülle belohnte, die das Gemäuer schon lange nicht mehr sah. Hier wurde noch richtig gefeiert. Anfangs nach knackigem TechHouse mit Coline. Süper. Zu späterer Stunde mit Marky; und sein Set erinnerte an alte Zeiten. Nicht nur ausschließlich Techno sog über die Rillen in die Plattennadel sondern auch mal die ein oder andere abgedrehte Platte ala Aphex Twin & Co. So muss das sein, da mach ich mit.

DREI:
Die Lounge. Und Eltron machte sie mal wieder zu einer. Der etwas lasche Emkey (Minimal, das Thema hatten wir ja schon mal, gähn), davor war da schnell vergessen, denn Eltron freute sich wie ein Ei zu Ostern, dass er endlich mal Sachen spielen konnte, die man so schnell nicht wieder hören sollte. Loungeklassiker, Breakhop, Bossa, NuJazz Gemüsegartenmusik also. Sehr angenehm zu hören und funky abwechslungsreich. Lob, Lob, Lob.

VIER:
Häh? Ja genau. 4! So, Basta. Denn die lustige Garderobe (draußen, draußen) war wieder Ernährungsstation, Musik-Perlen-Hort und Vod-Qoo Lieferant. Lecker. Nur leider keine Waffeln diesesmal. Knurr (sagte der Magen wurde aber schnell mit belegten Brötchen bestochen, nur mal so nebenbei…). Na dann, wir freuen uns dann mal ganz offiziell auf M.A.N.D.Y. im Mai!


Autor: Clemens
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