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6 Jahre feiert man inzwischen in Dresden. Das Triebwerk hat sich zum einen der herausragendsten Clubs in der Sächsischen, wenn nicht Ostdeutschen Szene der elektronischen Musik entwickelt. Nach wie vor ist das Programm von Woche zu Woche sehr abwechslungsreich. Von Medium-Soft bis tiefster Endzeitmusik, von weiß bis schwarz reicht das Spektrum.

Zum Geburtstag sollte auch dieses weite Spektrum wieder bedient werden. Auf insgesamt 4 Floors stand genügend Essen auf dem Tisch – das Büffet war hergerichtet. Angefangen mit dem OpenAirfloor, auf dem überwiegend Goa und fließende Melodien dominierten. Hier ließen sich bis zu den frühen Morgenstunden im Verhältnis zur Gästezahl eher wenige blicken. Das mag wohl eher am Konkurrenzangebot drinnen, als an zu langweiliger Musik gelegen haben. Nach dem Sonnenaufgang tapsten aber immer mehr unterm hoch oben agierendem DJ.

Auf dem DrumnBassfloor, der im gewohnten Hakkeraum sein Plätzchen fand, gab es die Nacht über, vor allem von caedes&stupid&abblegay gewaltig aufs Ohr. Teils Vinyl, teils life produzierten die Jungs Breaks und rollende Drums, Ragga, teilweise Breakcore mit einem Schuss Jamaikatouch. Tolle Abwechlung, zwar manchmal ein bisschen zu verspielt mit zu langen Breaks, aber mit einem „Mach los jetzt“ aus den Rezipientenreihen, ging es dann oft wieder weiter. Dieser Floor war ein gelungender Kontrastgeber – für eine bisher interessante Party.

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Dem 1.Geborenen des Triebwerks, dem Techno, wurde rein vom Platz her der größte Raum zur Verfügung gestellt. Im großen Floor erlebten einige Alteingesessene eine kleine Zeitreise mit einem herausragendem Jarome Hill,

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welcher nach einem fast schon esoterischem Intro paar richtig alte Schinken spielte. Diese waren aber so gut platziert im Pulsschlag – Set, dass man vor Begeisterung eigentlich nur die Sehnsuchtstränen abwischen, und selber mitmachen konnte. Grandioses Set, vulkanös – wenn nicht prophetisch. Schweißströme flossen, und rochen – keine Kritik, eher eine Bemerkung an das Nichtraucherschutzgesetz.

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Im Raucherchill – draußen, der dieses mal schön groß geraten war, sorgte unter anderem ZAST für das Bauchwohl, derweil Whirl für das Ohrwohl. Beim Zweiteren hätte ein Sack Sand, für die Komplettierung zum Sandmann gereicht. Der selbige DJ hatte sogar ein bisschen selber mit dem Schlaf zu kämpfen – zumindest schien es so, als ob er sich mit seiner sehr chilligen Musik selber in den Schlaf meditiert und so den ein oder anderen Übergang verpasste. Nichts desto trotz waren es die ausgewählten Platten die er aus seinem Köfferchen zog, welche wirklich begeisterten.

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Die Armee von anbietenden DJs war groß. So tat jeder dieser jener seinen Job und trug somit zu einer sehr ausgereiften und professionell durchgeführten Party bei. Das Areal war gut eingeteilt, die Parkplätze umkämpft. Die Bars beschäftigt und die Fußböden strapaziert. 6 Jahre Triebwerk finden ein Ende in einer Party. Der Geburtstag dazu war kein Exzess, keine Revolution – nein, es war ein gemütliches beisammen Feiern und Besinnen. Nächte vergehen, Zeiten ändern sich … alles gute Triebwerk, Happy Birthday: Weiter machen!


Autor: Clemens
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