13.06.09 Superlativer Tanz in die Sommerpause

Die letzte Party vor der Sommerpause war mal wieder ein Grund für mich, nach Freiberg zu fahren. Es versprach ein geselliger Abend zu werden, ein ansprechendes Lineup vervollkommnete dies. Die Nacht konnte also beginnen!

Gewohnt zeitig finde ich mich ein, nehme heute auch kurzfristig aktiv am Kundendienst der Getränkeversorgung teil, freue mich auf die Nacht und noch mehr auf den Sonnenaufgang :)

Aber nichts vorweg nehmen! Die Ordnungshüter fahren bereits zu früher Stunde vor und teilen mit, dass auch sie auf die Nacht freuen: „Bis morgen früh, wa?“ – Klar, kein Problem, immer wieder gern! Jetzt geht’s aber erstmal los! Wenn sogar schon die Polizei heiß drauf ist, kann es ja nur ne erfolgreiche Nacht werden.

Das Konzept wie gehabt – zwei Floors. Holger S. beginnt die noch wenigen Hanseln im Techno einzustimmen und zu bewegen. Treffsicher verknüpft er stilistisch eher am Rande des Techno einzuordnende Platten. Den Leuten gefällt’s und ich freu mich zu sehen, wie er den eingefleischten Technotikern ne ansatzweise neue Welt offenbahrt. Was bis an die Bar dringt, lässt auch mich wippen. Und was gibt’s Animierenderes als drei wippende Bar-Schwestern :)

Die Porzelline füllt sich, die drei Schwestern rotieren. Die Musik wird zackiger. Von dem Leipziger Daniel Sailer bin ich begeistert. Im Vorbeigehen erliege ich der Musik, sie packt mich und beschäftigt meine Gliedmaßen erstmal für ne Weile. Tolle Auswahl, sauberes Mixing – hier weiß jemand, wie man die Leute aufputscht! Stephan von Wolffersdorff schließt sich in ähnlicher Manier an – kommt für mich persönlich allerdings nicht ganz an seinen Vorgänger ran. Schließlich erfreuen die Beiden das mittlerweile an Zahl und Stimmung zugenommene Publikum jedoch gemeinsam, gute Entscheidung! Danke Jungs! War ein Fest!

Derweil bewegt auch Daniel Hauser aus Jena die Leute auf dem House-Floor. Gemäßigt, aber nicht weniger intensiv wird getanzt. Bei Spooky M. aka Alekz wird’s dann etwas ruhiger. Ab und an ein kleiner Klassiker, aber die Tanzfläche leert sich immer mehr, zu vorgerückter Stunde aber ok. Wer etwas geschafft von der Action nebenan ist, tanzt sich eben hier aus, oder wieder ein, je nachdem.

Nun wird’s aber Zeit für Lamar, der mit seinem Liveset für Begeisterung sorgt! Abwechslungsreich, steigert, mitreißend – Abgang! Sehr schön anzuhören! Zur Belohnung darfste mal in den Kirscheneimer greifen :)

Ebenso zackig geht’s mit einem für Jest eingesprungenen Liveact weiter – Ridgway & Voorhees knüpfen bruchlos an Lamar an und geben den Leuten den Rest! Wer die Entwicklung der beiden in der letzten Zeit verfolgt hat, sieht eine steil ansteigende Qualitätskurve. Langsam ordnet sich das anfangs in gemeinsamen Auftritten arrangierte Chaos und geht in eine gemeinsame Richtung. Die Richtung ist gut, die könnt ihr weitergehen. Eurer Publikum marschiert auf jeden Fall mit!

Gegen halb 7 in der Früh, draußen ist’s schon ne Weile hell, wird nun der angekündigte und heiß erwartete Ausklang vor den Toren der Porzelline errichtet.
Ta-Lar und Ralf Volkmann verwöhnen die müden Ohren und Knochen mit federnder Musik.
Ein Schwebetanz in einen sonnigen Tag ist garantiert. Wer nicht tanzt, wippt wenigstens mit.

Nach einer Führung durch die heiligen Hallen vernehmen wir bei einer kleinen Auszeit auf dem Sonnendeck die sanften Klänge auch vom Dach aus.

Nach extrem chilligem Beginn steigert sich die Musik immer weiter, wird treibender.
Als Ta-Lar dann auch noch seine „Back in 1999 EP“ anspielt, gibt es kein Halten mehr.

Was für ein Tag!

Die Nacht überstanden, der Körper ausgefeiert, positiv geschafft.
Jedem sieht man seine Fertigkeit und zugleich sein Seelenheil an.

>>> porzelline.com
>>> Back in 1999 EP


Autor: Anne
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